Leitbild Seebecken Stadt Zürich

Der See und seine Ufer sind für Zürich von unschätzbarem Wert. Viele Menschen nutzen das Wasser als Erholungsraum, verschiedene Bauten säumen die Ufer.

Stadt und Kanton wollen die Entwicklung beim See nicht dem Zufall überlassen. Sie haben deshalb gemeinsam ein Leitbild und eine Strategie für das Seebecken der Stadt Zürich erarbeitet. Die Umsetzung erfolgt durch ein Gremium von Stadt und Kanton.

Leitbild und Strategie zeigen auf, wie dieser bedeutende Freiraum in den nächsten 20 Jahren gestaltet, genutzt und weiterentwickelt werden soll. Sie werden Grundlage für künftige Planungen, Projekte und Bewilligungen sein.

Regierungs- und Stadtrat haben das „Leitbild Seebecken der Stadt Zürich“ Ende Oktober 2009 nach einer breit angelegten Vernehmlassung genehmigt.

Zusammenfassung "Seebecken der Stadt Zürich - Leitbild und Strategie"

Grundhaltung

«Das Seebecken ist imagebildende Visitenkarte, für alle zugänglich, bietet vielfältige Möglichkeiten und bedingt einen verantwortungsvollen Umgang.» Diese Grundhaltung ist die Basis für das Leitbild.

Leitsätze

Acht Leitsätze veranschaulichen die Bedeutung des Seebeckens, unter anderem hinsichtlich Lebensqualität, Zugänglichkeit, Ökologie und Trinkwasserversorgung:

Das Seebecken …

  1. leistet einen zentralen Beitrag zur Lebensqualität Zürichs.
  2. ist allseits öffentlich zugänglich.
  3. bietet eine hohe Erlebnisvielfalt.
  4. stellt Angebote für alle Bevölkerungsschichten zur Verfügung.
  5. ist kulturelles Erbe von herausragender Bedeutung.
  6. ist ein hochwertiger Frei- und Naherholungsraum in der sich stetig verdichtenden Stadt.
  7. ist eine wichtige Trinkwasserquelle für viele Zürcherinnen und Zürcher.
  8. ist Standort von qualitativ hochstehenden Bauten und Anlagen.

Zielbild

Das Zielbild vermittelt mit Beschreibungen und Fotos eine konkrete Vorstellung, wie das Seebecken im Jahr 2030 an diversen Standorten aussehen könnte.

Strategie

In sieben Themenfeldern formulieren Kanton und Stadt konkrete Ziele. In der Strategie konkretisieren sich die oben genannte Grundhaltung und die Leitsätze.

Gebiete mit Entwicklungspotenzial

In vier Gebieten mit Entwicklungspotenzial sollen Veränderungen und Entwicklungsmöglichkeiten als treibende Kräfte zur Erreichung der Ziele genutzt werden. Das erste Projekt ist die «Entwicklungsplanung Tiefenbrunnen»: Der Seeuferabschnitt soll aufgewertet werden und mit einer neuen Hafenanlage das untere Seebecken entlasten.

Auftraggebende von Leitbild und Strategie sind Markus Kägi, Baudirektor des Kantons Zürich, sowie Kathrin Martelli, Vorsteherin des Hochbaudepartements und Ruth Genner, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich.

Vor der Ausarbeitung des Leitbildes hatten internationale Architekturteams im Auftrag des Amtes für Städtebau über die Zukunft des Seeufers nachgedacht. Diese im Jahr 2004 vorgestellten Visionen hatten gezeigt: Die Unterschiede der Ufer sollen bewusster betont werden. Verschiedene Nutzungen sollen Platz haben, aber entflochten werden. Vorhaben am See werden seither vernetzter und mit Blick aufs Ganze angegangen.