Gewässerraum

Wie breit ist der Gewässerraum?

Minimaler Gewässerraum gemäss Gewässerschutzverordnung

Die Gewässerschutzverordnung (GSchV) gibt vor, wie breit der Gewässerraum mindestens sein muss. Für Flüsse und Bäche gilt: Je grösser das Gewässer ist, desto breiter muss in der Regel auch der Gewässerraum sein. Um die Breite zu berechnen, betrachtet man die natürliche Gerinnesohlenbreite, also jenen Bereich, der regelmässig mit Wasser bedeckt und umgelagert wird und deshalb keine Vegetation aufweist. Der Gewässerraum umfasst das Gewässer selbst sowie den Uferbereich und ist in der Regel gleichmässig auf beide Ufer verteilt.

In Natur- und Landschaftsschutzgebieten ist der minimale Gewässerraum breiter als in den übrigen Gebieten.

Erhöhung oder Reduktion des minimalen Gewässerraums

Unter Umständen muss der Gewässerraum vergrössert werden. Dies ist der Fall, wenn:

  • der Hochwasserschutz im minimalen Gewässerraum nicht gewährleistet ist,
  • am betreffenden Abschnitt eine Revitalisierung geplant ist, die mehr Raum benötigt,
  • Natur- und Landschaftsschutz einen grösseren Gewässerraum erfordern,
  • mehr Raum nötig ist für die Nutzung des Gewässers als Erholungsgebiet oder für Wasserkraftwerke.

In dicht überbauten Gebieten kann der Gewässerraum an die gegebene  bauliche Situation angepasst werden, indem er asymmetrisch auf die  beiden Ufer verteilt oder gar reduziert wird. Der Hochwasserschutz und  minimale ökologische Funktionen des Gewässers müssen aber sichergestellt sein (Art. 41a Abs. 4 GSchV).