Gewässerraum

Gemeinden

Was ändert sich bei Baubewilligungsverfahren?

Baugesuche, die Grundstücke im Gewässerraum betreffen, müssen zur Prüfung an den Kanton weitergeleitet werden.

Wirkt sich der Gewässerraum negativ auf die Entwicklung unserer Gemeinde aus?

Die Gewässerraumfestlegung kann dazu führen, dass einzelne Bauvorhaben nicht mehr realisiert oder kleine Streifen von Bauzonen entlang der Gewässer nicht mehr genutzt werden können. Der Gewässerraum stärkt aber auch die Gewässer als attraktive Naherholungs- und Grünräume im Siedlungsgebiet, indem er den Raum für heutige und künftige Grünräume und Erholungsangebote am Wasser sichert. Dies kann sich positiv auf die Standortattraktivität einer Gemeinde auswirken.

Welchen Einfluss hat der Gewässerraum auf die Bau- und Zonenordnung?

Bei künftigen BZO-Revisionen muss der Gewässerraum berücksichtigt werden. Neue Bauzonen sind im Gewässerraum nicht möglich.

Was passiert mit Bauzonenreserven, die neu im Gewässerraum liegen?

Neue Bauten und Anlagen sind im Gewässerraum grundsätzlich nicht zulässig. Kleine Streifen von Bauzonenreserven, die im Gewässerraum liegen, können deshalb künftig nicht mehr überbaut werden. Sinnvollerweise werden sie einer Nichtbauzone zugewiesen. In dicht überbauten Gebieten sind unter Umständen jedoch Anpassungen des Gewässerraums an die baulichen Gegebenheiten möglich.

Welche Konsequenzen hat der Gewässerraum für die kommunale Infrastruktur?

Bestehende Infrastrukturbauten und -anlagen sind in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt. Bei baulichen Veränderungen und für neue Infrastrukturbauten und -anlagen muss nachgewiesen werden, dass sie im öffentlichen Interesse liegen und auf einen Standort im Gewässerraum angewiesen sind. Dies kann beispielsweise der Fall sein für Fuss- und Wanderwege, Flusskraftwerke, Brücken oder für Abwasserkanäle, die im Freispiegel laufen müssen.