Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat

Konzeptentscheid

Die Verzögerung und Ergänzung der Planung der «Kombilösung Energie» haben zur Folge, dass der Zürcher Regierungsrat erst im Winter 2017/18, und nicht wie vorgesehen 2015, über die Ausführung eines der beiden Hochwasserschutzkonzepte entscheiden kann.

Nahtlose Projektierung des Entlastungsstollens sinnvoll

Das hohe Sachwertrisiko rechtfertigt es jedoch, noch vor dem Konzeptentscheid des Regierungsrates mit der Projektierung des Entlastungsstollens Thalwil zu beginnen. Dafür hat der Regierungsrat im Juni 2015 einen Objektkredit von 4,65 Millionen Franken bewilligt.

Sollte im Winter 2017/18 der Entscheid für den Entlastungsstollen fallen, würde dieser aufgrund der vorgezogenen Projektierung rund drei Jahre früher zur Verfügung stehen. Angesichts des jährlichen Sachwertrisikos von rund 16,5 Millionen Franken durch ein Extremhochwasser der Sihl wertet der Regierungsrat die bis Ende 2017 anfallenden Projektierungskosten für den Entlastungstollen Thalwil von rund 2,5 bis 3 Millionen Franken für vertretbar, auch wenn schliesslich der Entscheid zugunsten der Kombilösung Energie ausfallen würde.

Definitiver Konzeptentscheid fällt 2017/18

Das Bauprojekt für den Entlastungsstollen Thalwil und das von der SBB finanzierte Projekt mit der möglichen Kombilösung Energie werden bis Ende 2017 erarbeitet. Dann wird die SBB entscheiden können, ob und wie die «Kombilösung Energie» umsetzbar ist. Auf dieser Grundlage kann der Kanton Zürich im Winter 2017/18 den definitiven Konzeptentscheid fällen.

Umsetzung bis frühestens 2022

Die Kosten für den Entlastungsstollen sowie das Fassungs- und Rückgabebauwerk werden samt den ökologischen Ersatzmassnahmen auf 130 Millionen Franken geschätzt. Bei einer voraussichtlichen Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren könnte der Entlastungsstollen frühestens 2022 in Betrieb gehen. Bei der «Kombilösung Energie» lassen sich die voraussichtlichen Kosten für den Kanton Zürich noch nicht beziffern, sie dürften aber wesentlich tiefer ausfallen. Diese Lösung könnte bis frühestens 2025/26 realisiert werden.

Laufende Verbesserung des Hochwasserschutzes

Bis der Entlastungsstollen oder die Kombilösung Energie realisiert wird, gewährleisten die geplante Kombination von Vorabsenkung und aktiver Sihlsee-Steuerung sowie der bis 2017 gebaute Schwemmholzrechen bei Langnau am Albis den bestmöglichen Hochwasserschutz an der Sihl.