Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat

2005: Grosses Hochwasser beim Zusammenfluss von Sihl und Limmat in der Stadt Zürich

In den letzten 30 Jahren gab es in der Schweiz auffällig viele Extremwetterlagen und Hochwasser. Mit den häufigeren und intensiveren Ereignissen, vermutlich als Folge des Klimawandels, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Extremhochwassers. 2005 entging die Stadt Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden. In der Folge hat der Kanton Zürich ein Hochwassermanagement für Sihl, Zürichsee und Limmat aufgebaut und Sofortmassnahmen umgesetzt.

Gemeinsames Entwickeln von Lösungen

2007 initiierte der Kanton Zürich zudem das Projekt Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat. Das Projekt steht unter der Leitung der Abteilung Wasserbau des AWEL. Die umfassende Planung zur Verbesserung des Hochwasserschutzes erfolgt unter Einbezug der Kantone, Bezirke, Gemeinden und Planungsgruppen an Sihl, Zürichsee und Limmat. In der Begleitgruppe vertreten sind auch der Bund, die SBB, Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie die kantonale Gebäudeversicherung. Die Projektpartner engagieren sich gemeinsam dafür, den Hochwasserschutz entlang von Sihl und Limmat unter Einbezug des Zürichsees zu optimieren und die Risiken zu minimieren.

Integrales Risikomanagement

Das immense Hochwasserrisiko im Wirtschaftszentrum der Schweiz kann nur durch das koordinierte Wirken aller Akteure und mit integralem Risikomanagement auf ein tragbares Mass reduziert werden. Die gemeinsame Festlegung des Schutzzieles für den langfristigen Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat basiert auf Kosten-/Nutzen-Überlegungen sowie der Verhältnismässigkeit und Tragbarkeit der vorgeschlagenen Massnahmen. Zudem werden die möglichen langfristigen Massnahmen («Kombilösung Energie» und «Entlastungsstollen») einer risikobasierten Beurteilung unterzogen. Diese Beurteilung ist ein wichtiges Kriterium für den Entscheid, welches der beiden Konzepte umgesetzt werden soll. Dieser Variantenentscheid wird voraussichtlich  im Winter 2017/18 gefällt.