Hochwasserrückhalteraum Hegmatten

Das Projekt

Bewährtes Konzept am optimalen Ort

Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) realisiert bis 2017 einen Hochwasserrückhalt im Raum Hegmatten (Oberwinterthur).Über einen Zuflusskanal wird bei starkem Regen ein Teil des Hochwassers aus der Eulach in den Rückhalteraum geleitet. Nach Abklingen der Hochwasserspitze wird das Wasser verzögert über den Riedbach in die Eulach zurückgeleitet.

Zu liegen kommt der Rückhalteraum auf dem Gebiet des Segelflugfeldes und der Fussballplätze Hegmatten sowie auf angrenzendem Kulturland. Das Areal ist wie geschaffen für einen Rückhalteraum. Von den umfangreichen Bauarbeiten wird daher letztlich nur wenig sichtbar sein, da sich die Bauten gut in die Landschaft einfügen.

Im Fall von Hegmatten basiert der Hochwasserrückhalt  auf dem Zusammenspiel von drei Elementen:

  • dem eigentlichen Rückhalteraum, in dem sich etwa alle 30 Jahre Wasser aufstaut
  • dem neuen, unterirdischen Zuflusskanal, über den das Wasser in den Rückhalteraum gelangt
  • dem Schwemmholzrückhalt in Elsau-Räterschen, der Treibgut zurückhalten soll

So funktioniert der Hochwasserrückhalt

Bereits heute besteht ein unterirdischer Hochwasserentlastungskanal unter der Rümikerstrasse in Oberwinterthur. Bei Extremereignissen gelangt künftig rund die Hälfte des Hochwassers in diesem Kanal über ein Trennbauwerk und einen Zuflusskanal in den Rückhalteraum Hegmatten. Das im Rückhalteraum aufgestaute Wasser wird danach gedrosselt über den Riedbach wieder abgeleitet. Dies führt zu einer Dämpfung der Abflussspitze in der Eulach. Ein Schwemmholzrückhalt in Elsau-Räterschen hält Treibgut zurück, das an engen Stellen zu Verstopfungen führen könnte.

Die im Schema angegebenen Abflussmengen entsprechen einem Hochwasser, wie es alle hundert Jahre einmal zu erwarten ist. Die Wassermenge in der Eulach wird in diesem Fall um 19 Kubikmeter pro Sekunde oder rund 30% reduziert.

Hochwasserrückhaltebecken - ein bewährtes System

Bis heute wurden im Kanton Zürich bereits 20 Hochwasserrückhalteräume gebaut. Das Konzept ist erprobt und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt bewährt. Im Film erfahren Sie anhand der Beispiele am Wildbach in Wetzikon und am Jonenbach in Affoltern am Albis, wie ein Hochwasserrückhalteraum funktioniert.