Abwasserentsorgung (Entwässerung)

Regenwasser

Nach Art. 7 des Gewässerschutzgesetzes ist nicht verschmutztes Regenwasser zu versickern. Die Versickerung über den bewachsenen Boden ist generell dem Versickern in einer unterirdischen Versickerungsanlage vorzuziehen. Ist die Versickerung nicht möglich, kann das Regenwasser – wo nötig mit Rückhaltemassnahmen (Retention) –  in ein Gewässer eingeleitet werden. In den Grundwasserschutzzonen S1 und S2 sowie in den Grundwasserschutzarealen ist die Versickerung von Regenwasser verboten.

Retentionsrechner

Berechnung des max. Volumens von Retentions-, bzw. Rückhaltebecken auf Liegenschaften gemäss der Richtlinie und Praxishilfe Regenwasserentsorgung.

Nutzung von Regenwasser

Wenn eine Versickerung von nicht verschmutztem Regenwasser mangels Durchlässigkeit des Untergrundes nicht möglich ist, kann die Regenwassernutzung zweckmässig sein und den Trinkwasserverbrauch reduzieren.

Das anfallende Regenwasser könnte z.B. für die Toilettenspülung oder als Waschwasser genutzt werden. Eine solche Regenwassernutzung übersteigt die Gartenbewässerung und in vielen Fällen lohnen sich die dafür benötigten sanitären Hausinstallationen ökonomisch nicht.

Wichtig zur Verhinderung einer Trinkwasserverschmutzung ist, dass zwei völlig getrennte Leitungssysteme für das Trinkwasser und das Regenwasser (Brauchwasser) erstellt werden. Wird das gebrauchte Regenwasser der öffentlichen Kanalisation als Abwasser zugeleitet, sind für dieses Abwassergebühren zu bezahlen, so dass die Abwassermenge zu messen ist, was zu zusätzlichen Kosten führt. Die Bewilligung solcher Anlagen ist Sache der Gemeinden.