Gebühren der Wasserver- und Abwasserentsorgung

Die Werke Wasserversorgung und Abwasserentsorgung führen ihre Rechnung integriert in der Verwaltungsrechnung der Gemeinde. Sie erheben verursachergerechte und kostendeckende Gebühren. Mit den Einnahmen, primär den Gebühren, werden alle Ausgaben für den Bau, Betrieb, Unterhalt, die Verzinsung, Abschreibung und übrigen Kosten gedeckt. Mit dem Spezialfinanzierungskonto können Gebührensprünge über mehrere Jahre geglättet sowie grössere anstehende Aufgaben vorfinanziert werden.

Die Gemeinden erheben in der Regel die folgenden Gebühren und Beiträge:

  • Anschlussgebühren
  • Benutzungsgebühren unterteilt in Grund- und Mengengebühr
  • Mehrwertsbeiträge (Abwasserentsorgung)
  • Erschliessungsbeiträge (Wasserversorgung)

Werden Grund- und Mengengebühren erhoben, empfiehlt das AWEL bei der Wasserversorgung eine Aufteilung von je 50%. Der Fixkostenanteil bei der Wasserversorgung ist mit den Anlagen für das Vorhaltewasser für Löschzwecke sehr hoch.

Bei der Abwasserentsorgung empfiehlt das AWEL ungefähr einen Drittel der Benutzungsgebühr als Grundgebühr.

Reglemente

Die Reglemente der Wasserversorgung und Siedlungsentwässerung der Gemeinden (bzw. Städte) geben Aufschluss über die Grundsätze der zu finanzierenden Aufgaben und des Gebührensystems. Die Gemeindeversammlung (bzw. der Gemeinderat) beschliesst über das Reglement. Die Gebührenhöhe wird durch den Gemeinderat (bzw. Stadtrat) beschlossen.

Abschreibungen

Die Investitionen werden degressiv (jährlich 10% vom Restwert) oder linear (mit einer Anlagenbuchhaltung) abgeschrieben Die lineare Abschreibung erfolgt gemäss den Bestimmungen der Verordnung über die Abschreibungen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die Gemeinden sind in der Wahl der Abschreibungsmethode frei. Ein Gemeinderatsentscheid mit Mitteilung an das Gemeindeamt, Abt. Gemeindefinanzen und den Bezirksrat ist für einen Wechsel auf die lineare Abschreibung ausreichend.