Bauen im Hochwassergefahrenbereich (BVV-Ziffer 1.6.5)

Baubegehren in Gebieten, in denen mit Hochwassern zu rechnen ist, werden zuerst von den Gemeindebehörden beurteilt. Bei Objekten in roten und blauen Gefährdungszonen (gemäss Gefahrenkarte Hochwasser) muss das Gesuch Angaben zu den vorgesehenen Hochwasserschutzmassnahmen enthalten (Objektschutzmassnahmen inkl. Bemessungen). Bei Objekten in gelben oder gelb-weissen Gefährdungszonen genügt eine Selbstdeklaration der Schadenverhütungsmassnahmen.

Mögliche Massnahmen bei bestehenden Bauten:

  • Rückstauschutz für Kanalisation anbringen
  • Öltanks veranken
  • Lichtschächte anheben
  • Dämme und Mauern erstellen
  • Öffnungen und Aussenwände abdichten

Mögliche Massnahmen bei Neubauten:

  • erhöhte Lage des Erdgeschosses, resp. der Gebäudeöffnung planen
  • angepasstes Nutzunskonzept der Innenräume
  • Anordnung auf einer Anschüttung
  • Mauern und Dämme erstellen

Arbeitshilfen für die Umsetzung Gefahrenkarte Hochwasser bei Neu- und Umbauten

Die Arbeitsgruppe Umsetzung Gefahrenkarte im Baubewilligungsbereich (AUGIB) von AWEL und GVZ bearbeitet einzelne Themen und erstellt dazu Arbeitshilfen. Diese zeigen einfache Lösungen und konkrete Beispiele. Sie sollen auf die häufigsten Fälle anwendbar sein ohne Spezialfälle abzudecken.

Die Arbeitshilfen sollen die Arbeit von allen Personen erleichtern, die am Baubewilligungsprozess in hochwassergefährdeten Gebieten beteiligt sind. Also Mitarbeitende, die Gebäude in Gefahrenbereichen planen oder die entsprechende Massnamenplanung prüfen.

Punktuelle Gefahrenabklärung

Falls noch keine rechtsgültige Gefahrenkarte vorliegt, kann eine Fachperson für einen örtlich begrenzten Standort mittels einer punktuellen Gefahrenabklärung eine provisorische Klassierung vornehmen. Dazu werden folgende Dokumente benötigt: