Amtsgeschichte

1836 - 2011

Bildausschnitte Abfall, Wasser, Energie und Luft

Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise und erfahren Sie was in den letzten 175 Jahren rund und im AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft  geschehen ist.

1836

Industrialisierung und Nutzung der Wasserkraft

1831: Die Verfassung fördert Industriealisierung und modernisiert die kantonale Verwaltung.

1836: Gesetz über die Erteilung von Wasserrechten: Benutzung der Gewässer zur Betreibung von Wasserwerken ist ein Regal des Staates.

1836: Errichtung einer Verwaltungsstelle im Strassen- und Wasserbaudepartement zur Erteilung von Wasserrechten.

1876

1845, 1852, 1874, 1876: Zeit der grossen Hochwassserschäden

Sicht heute: 1846 grösstes Ereignis an der Sihl der letzten 200 Jahre.

1872: Gesetz betreffend die Benutzung der Gewässer und das Wasserbauwesen: Bis ¹/₃Staatbeteiligung bei Flussbauten.

1876: Gesetz Korrektion öffentlicher Gewässer und deren Unterhalt. Bau bei Seen und Flüssen durch den Staat, Unterhalt: Gemeinden/Anstösser.

1901

Alle Seen, natürliche Teiche, Flüsse und Bäche gelten als öffentliche Gewässer, soweit nicht nachweisbar im Privateigentum

Wasserbaugesetz: Korrektionen an öffentlichen Gewässer werden vom Staat ausgeführt und bis zu 90 % bezahlt, Rest durch Gemeinden und Grundeigentümer. Unterhalt an Flüssen und korrigierten Gewässern durch den Staat, übrige durch die Gemeinden.

1914

Die Elektrifizierung kommt in Riesenschritten voran

1908: Gründung der EKZ; EKZ-Gesetz.

1914: NOK-Gründungsvertrag: NOK liefern zu gleichen Bedingungen allen Vertragskantonen Strom; Kantone beziehen den gesamten Strom von den NOK.

1928: Anschluss der Zentralverwaltung an die ETH-Heizzentrale.

1919

Steigender Wasserverbrauch bedingt die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit genügend und gesundheitlich zuträglichem Trink- und Brauchwasser

§ 137 EG ZGB: Grundwasservorkommen sind öffentliche Gewässer.

1932

Dem Tiefbauamt entwachsen

Die Überlastung des Kantonsingenieurs im Strassenbau und seines Adjunkten mit Geschäften des Wasserrechts (Wasserkraftanlagen, Entzug von Trink- und Brauchwasser) bedingt eine Trennung: Selbständige Wasserrechtsabteilung direkt in der Baudirektion (Chef: A. Beilick).
Wasserbau, Landanlagen und Seebauten bleiben beim Tiefbauamt.

1937

Erweiterte Aufgaben

1933: Gesetz über Wasserversorgungs-, Abwasser- und Kehrichtaufbereitungsanlagen: Staatsbeiträge bis zu 50%.
Abteilung Wasserbau und Wasserrecht in der Baudirektion ( 1937-62 Chef H. Bachofner; 1963-67 H. Bachofen): Gewässernutzung, Schifffahrt, Seeregulierung, Reinhaltung der Gewässer, Abwasserbeseitigung, Wasserbau/Unterhalt, Landanlagen, Seebauten.

1967

Der Gewässerschutz gewinnt stark an Bedeutung: Neues Amt

1967: Revision Gesetze Wasserbau (1901) und Wasserversorgungs-, Abwasser- und Kehrichtaufbereitungsanlagen (1933).

1974: Einführungsgesetz zum Gewässerschutzgesetz.

1967/97: Amt für Gewässerschutz und Wasserbau (Chef bis 1972 H. Bachofen, dann bis 1997 Ch. Maag): Gewässerschutz, Wasserwirtschaft, Wasserbau, Abfall.

1972

Die Lufthygiene wird zur Daueraufgabe

1972: Die Abt. Wasserversorgung wird von der Gebäudeversicherung dem Amt für Gewässerschutz und Wasserbau zugeteilt.

1972: Verordnung über die Feuerungsabgase: Erweiterung des Heiz- und Maschinenamtes (gegründet 1959) mit dem Bereich Lufthygiene.

1975: Amt für technische Anlagen und Lufthygiene (ATAL).

1978

Die Auswirkung der ersten Erdölkrise 1973

1977: Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes Aubrugg.

1978: Erste schweizerische Gesamtenergiekonzeption.

1983: Energiegesetz: Planung, Sparmassnahmen, Förderung.

1983: Revision EKZ-Gesetz: Rechtsform, Verhältnis zur NOK, Organisation.

1978: Gründung der Abteilung Energie im ATAL.

1985

Die grosse Zeit des Umweltschutzes

Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Umweltschutz.
Dezentraler Vollzug des Umweltschutzes im Kanton Zürich; Koordinationsaufgaben bei der Koordinationsstelle für Umweltschutz.

1987: Bodenschutz beim Amt für Gewässerschutz und Wasserbau.

1991

Brand von 1986 im Chemielager Schweizerhalle zeigt Wirkung

Koordinationsstelle für Störfallvorsorge (Direktion des Innern). Wasserwirtschaftsgesetz (1991) ersetzt Wasserbaugesetz (1901). Abfallgesetz (1994).

1996

Einführung der wirkungsorientierten Verwaltungsführung/Reform der Verwaltungsstruktur

Teilkonzentration im Umweltschutz.
Koordinationsstelle für Störfallvorsorge zum Amt für Gewässerschutz und Wasserbau; Bodenschutz zur Volkswirtschaftsdirektion.

1998

Neubildung des vorwiegend im technischen Umweltschutz tätigen AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

Gewässerschutz, Wasserbau, Wasserwirtschaft, Abfall/Betriebe, Lufthygiene, Energie, Fernwärmeversorgung und Störfallvorsorge (Chef bis 2000 Ch. Maag, seit dann J. Suter).

1999: Gründung der Fachstelle Biologische Risiken.

2004

Der Umweltschutz gerät unter Druck

Sanierungsprogramm 04: Dauerhafte Senkung der Staatsausgaben.
AWEL: Senkung Aufwand (- 10 Mio.) und Personal (- 41 Stellen), Straffung von 10 auf 7 Abteilungen.
Übertragung der Fernwärme vom AWEL zum ERZ (Stadt Zürich).

2008

Der Klimaschutz im Brennpunkt

10 Jahre AWEL.

2011

Die Energiepolitik im Brennpunkt

175 Jahre Wasserwirtschaft in der Zürcher Kantonsverwaltung.