Smog-Situationen

Wintersmog-Situation in Zürich. Blick vom Uetliberg, 23. Februar 2003
Wintersmog-Situation in Zürich. Blick vom Uetliberg, 23. Februar 2003

Smog-Situationen zeichnen sich durch ausserordentlich hohe Luftschadstoffbelastungen aus. Diese entstehen durch Anreicherung von Emissionen bei bestimmten meteorologischen Bedingungen.

Grundsätzlich gilt es zwischen Wintersmog mit hohen Feinstaub- und Stickoxidbelastungen, und Sommersmog mit hohen Ozon- und Feinstaubbelastungen zu unterscheiden. Für die Entstehung von Wintersmog-Situationen spielen über mehrere Tage anhaltende Inversionslagen eine wichtige Rolle, für die Entstehung von Sommersmog-Situationen sind starke Sonneneinstrahlung und heisse Temperaturen wichtige Voraussetzungen. Beide Wetterlagen sind zudem geprägt von wenig Wind.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Aufgrund der ausserordentlich hohen Luftschadstoffbelastungen haben Smog-Situationen negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Insbesondere Personen mit bereits bestehenden Erkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislaufsystems leiden unter Verschlechterungen ihres Gesundheitszustands.

Einfluss von Emissionen und Meteorologie

Obwohl die Meteorologie einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung von Smog-Situationen hat, ist sie nicht die Ursache der übermässigen Luftschadstoffbelastung. Ursache ist die Tatsache, dass der Ausstoss von Luftschadstoffen vielerorts im Kanton Zürich zu hoch ist. Die Meteorologie bietet die geeigneten Bedingungen, dass sich die Schadstoffe über mehrere Tage oder Wochen in der Luft anreichern können.

Massnahmen

Um die hohe Luftschadstoffbelastung kurzfristig zu reduzieren, werden im Kanton Zürich bei Wintersmog-Situationen temporäre Massnahmen gemäss SMOG-Verordnung getroffen. Bei Sommersmog-Situationen sind kurzfristige und lokale Massnahmen oft nur wenig wirksam.

Das Problem der SMOG-Phasen im Winter mit sehr hoher Feinstaub-Belastung und im Sommer mit übermässiger Ozonbelastung lässt sich mit temporären Massnahmen alleine nicht lösen. Dazu sind Massnahmen notwendig, die die Schadstoffbelastung insgesamt dauerhaft abzusenken, wie es die langfristig-orientierten Massnahmen des Bundes (z.B. Aktionsplan Feinstaub) und der Kantone vorsehen. Temporäre Massnahmen sind "Notfall-Konzepte", die nur bei ausserordentlichen Situationen der Luftbelastung zur Anwendung gelangen. Sie dienen dazu, Belastungsspitzen zu brechen bzw. den weiteren Anstieg der Luftbelastung im Sinne der Schadensbegrenzung zu verhindern. Mit temporären Massnahmen kann also das Problem nicht dauerhaft gelöst, sondern nur vorübergehend entschärft werden. Nicht zu unterschätzen ist aber die psychologische Wirkung derartiger Massnahmen hinsichtlich der Sensibilisierung einhergehend eine Erhöhung der Bereitschaft der Bevölkerung, einen persönlichen Beitrag zur Reduktion der Luftbelastung zu leisten.