Erdwärmesonden (BVV-Ziffer 5.6.1)

Für die Erstellung von Anlagen zur Erdwärmenutzung mit Sonden ist eine Bewilligung des AWEL erforderlich. Der mengen- und gütemässige Schutz des Grundwassers setzt den Erdwärmesonden Grenzen.

Hinweise zum Ausfüllen des Gesuchsformulars

Pro Wärmepumpenanlage ist ein Gesuch einzureichen.

Spezielle Auflagen für Sondenstandorte:

  • Liegt der Sondenstandort näher als 3 Meter zur Grundstückgrenze ist die Zustimmung des benachbarten Grundeigentümers dem Gesuch beizulegen.
  • Liegt der Sondenstandort innerhalb einer Baulinie ist die Zustimmung der Gemeinde, bzw. des Kantons erforderlich.
  • Innerhalb des Uferbereichs/Gewässerabstand sind Sonden nicht bewilligungsfähig.
  • Innerhalb 30 Metern zu einer SBB-Linie bzw. einem SBB-Tunnel ist durch die Bauherrschaft die Bewilligung der SBB vorgängig einzuholen und dem Gesuch beizulegen (SBB-Kontakt: Schweizerische Bundesbahnen SBB AG, SBB Immobilien - Immobilienrechte, Postfach, 8021 Zürich, Abteilung Immobilienrechte Tel. +41 (0)51 285 02 91, immobilienrechte.ost@sbb.ch).

Für Kälteleistungen ≥ 100 kW ist ein Energienachweis (Bodentemperatur in 50 Jahren) einzureichen.

Das AWEL empfiehlt für die Ausführung der Erdwärmesonde(n) eine Bohrfirma, die Mitglied ist im «Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen»:

Als Wärmeträger dürfen nur Produkte gemäss «Liste der Wärmeträgerflüssigkeiten» verwendet werden:

Informationen zu Erdwärmesondenbohrungen in die Oberen Meeresmolasse und den Malm

Neu ist die zulässige Tiefe jeder Erdwärmesonde auf die Tiefenlage der Oberen Meeresmolasse (OMM) und dem Malm abzustimmen. Im Nordosten des Kantons und im Lägerngebiet sind neue Verbotszonen zu beachten. Der Wärmenutzungsatlas wird auf die neuen Erkenntnisse betreffend den OMM- und Malmaquiferen angepasst. Bis zur Veröffentlichung des Berichtes und der Anpassung des Wärmenutzungsatlas im GIS-Browser kann die zulässige Bohrtiefe bzw. allfällige Auflagen direkt beim AWEL angefragt werden.

Unbefristete Bewilligungen für Erdwärmesonden

Bis Ende Dezember 2001 wurden gewässerschutzrechtliche Bewilligungen für die Erstellung und den Betrieb von Erdsonden-Wärmepumpenanlagen in der Regel auf 15 Jahre befristet erteilt. Mit AWEL-Verfügung Nr. 859 vom 10. Mai 2010 wurden die befristeten Bewilligungen pauschal (mit einigen Ausnahmen) in unbefristete Bewilligungen überführt.