Erdwärmesonden (BVV-Ziffer 5.5.1)

Bewilligungen mit Gesuchseingabe bis 24. Januar 2017

Für die Erstellung von Anlagen zur Erdwärmenutzung mit Sonden ist eine Bewilligung des AWEL erforderlich. Der mengen- und gütemässige Schutz des Grund- und Trinkwassers setzt den Erdwärmesonden Grenzen.

Bewilligungen mit Gesuchseingabe ab 25. Januar 2017

Für die Erstellung von Anlagen zur Erdwärmenutzung mit Sonden ist immer eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung des AWEL erforderlich. Der mengen- und gütemässige Schutz des Grund- und Trinkwassers setzt den Erdwärmesonden Grenzen.

Zusammen mit dem gewässerschutzrechtlichen Gesuch ist das baurechtliche Formular «Gesuch für Erstellung, Umbau und Betrieb von wärmetechnischen Anlagen oder stationären Verbrennungsmotoren» (WTA-Gesuch) einzureichen.

Weitergehende Informationen zu den wärmetechnischen Anlagen sind auf „www.baugesuche.zh.ch → Info für Gemeinden → Wärmetechnische Anlagen“ zu finden.

Zusätzlich sind allenfalls eine kommunale Bewilligung (inkl. Spezialfälle bei Bahnlinien) und weitere kantonale Bewilligungen (z.B. im Bereich von Altlasten, Archäologie oder kantonalen Baulinien usw., inkl. Spezialfälle bei Nationalstrassen) erforderlich.

Verfahren

Sämtliche Gesuchsunterlagen sind ab dem 25. Januar 2017 ausschliesslich an die örtliche Baubehörde einzureichen. Sie koordiniert das Verfahren. Die kantonalen Bewilligungen und der kommunale Entscheid werden der Bauherrschaft durch die örtliche Baubehörde eröffnet.

Hinweise zum Gesuch

Pro Wärmepumpenanlage ist ein Gesuch einzureichen.

Spezielle Auflagen für Sondenstandorte:

  • Bei Sondenstandorten näher als 3 Meter zur Grundstückgrenze ist die Zustimmung des benachbarten Grundeigentümers dem Gesuch beizulegen (Festlegung in Anlehnung an Ziffer 2.3.3.4 der SIA-Empfehlung 384/6 Erdwärmesonden).
  • Für Sondenstandorte innerhalb einer Baulinie ist eine Begründung erforderlich.
  • Sonden im Uferbereich bzw. Gewässerraum eines öffentlichen Gewässers sind grundsätzlich nicht bewilligungsfähig.
  • Innerhalb 30 Metern zu einer SBB-Linie bzw. einem SBB-Tunnel ist eine Stellungnahme der SBB AG erforderlich (SBB-Kontakt: Schweizerische Bundesbahnen SBB AG, SBB Immobilien - Immobilienrechte, Postfach, 8021 Zürich, Abteilung Immobilienrechte Tel. +41 (0)51 285 02 91, immobilienrechte.ost@sbb.ch). Informationen rund um Baugesuche in der Nähe von Bahnanlagen finden sich auf der SBB-Homepage www.sbb.ch/18m.
  • Innerhalb 30 m zu einem Nationalstrassentunnel ist eine Stellungnahme des Bundesamts für Strassen ASTRA erforderlich (ASTRA Kontakt:. ASTRA, Abteilung Strasseninfrastruktur Ost, Filiale Winterthur, Grüzefeldstrasse 41, 8401 Winterthur, Tel. +41 (0)58 480 47 34).

Das AWEL empfiehlt für die Ausführung der Erdwärmesonde(n) eine Bohrfirma, die Mitglied ist im «Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen»:

Als Wärmeträger dürfen nur Produkte gemäss der «Liste der Wärmeträgerflüssigkeiten» verwendet werden:

Informationen zu Erdwärmesondenbohrungen in die Oberen Meeresmolasse und den Malm

Neu ist die zulässige Tiefe jeder Erdwärmesonde auf die Tiefenlage der Oberen Meeresmolasse (OMM) und dem Malm abzustimmen. Im Nordosten des Kantons und im Lägerngebiet sind neue Verbotszonen zu beachten. Der Wärmenutzungsatlas wird auf die neuen Erkenntnisse betreffend den OMM- und Malmaquiferen angepasst. Bis zur Veröffentlichung des Berichtes und der Anpassung des Wärmenutzungsatlas im GIS-Browser kann die zulässige Bohrtiefe bzw. allfällige Auflagen direkt beim AWEL angefragt werden.

Unbefristete Bewilligungen für Erdwärmesonden

Bis Ende Dezember 2001 wurden gewässerschutzrechtliche Bewilligungen für die Erstellung und den Betrieb von Erdsonden-Wärmepumpenanlagen in der Regel auf 15 Jahre befristet erteilt. Mit AWEL-Verfügung Nr. 859 vom 10. Mai 2010 wurden die befristeten Bewilligungen pauschal (mit einigen Ausnahmen) in unbefristete Bewilligungen überführt.