Pilotprojekte

Rahmenkredit für Subventionen an Pilotprojekte

Der Zürcher Kantonsrat hat am 9. September 2013 einen Rahmenkredit über 20 Mio. Schweizer Franken für Subventionen an Pilotprojekte bewilligt. Daraus konnte der Kanton Projekte und Anlagen zur Erprobung und Anwendung neuer Technologien in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien fördern.

Für die Förderung von Pilotprojekten stehen im Vordergrund:

  • Innovationsgehalt
  • Erkenntnisse müssen von öffentlichem Interesse sein
  • Potential der Energie- und CO2-Wirkung des Konzeptes
  • Multiplizierbarkeit des Konzeptes (im Neubau- und Sanierungsmarkt) und Anwendbarkeit in der Praxis
  • Wissenschaftlich-technische Bedeutung
  • Wirtschaftlich-industrielle Bedeutung
  • Umsetzung in der Regel im Kanton Zürich

Als Schwerpunkt wurde das Pilotprojektzentrum NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa unterstützt. Dieses sieht vor, die Praxistauglichkeit von neuen Materialien und Systemen unter Alltagsbedingungen auszutesten und anhand des Versuchsgebäudes Baulösungen für die Zukunft aufzuzeigen. Weitere Informationen nest.empa.ch.

Weiter wurden innovative Lösungen in den Bereichen Gebäude, Prozesse, Mobilität und Geräte gefördert, einige Beispiele:

  • Saisonale Speicherung in Erdwärmesonden-Feld
  • Nachhaltiger städtischer Neubau, u.a. mit Aerogel-Fassade und Vakuum-Verglasung
  • PlusEnergieBau mit "unsichtbarer" Photovoltaik-Fassade
  • Voll-Elektro-Kehrfahrzeug für die kommunale Strassenreinigung
  • Emissionsfreie Wärmeerzeugung mit dem System 2SOL

Der Kanton Zürich unterstützt Pilotprojekte seit Mitte der 1980er Jahre. Eines dieser Projekte war die Siedlung «Im Boller» in Wädenswil. Bei 5 Doppeleinfamilienhäusern wurde 1990 aufgezeigt, dass Bauten mit einem Wärmebedarf von nahezu Null realisiert werden können.

In einem Bericht vom Februar 2016  wurden die Erfahrungen aus dem 25 jährigen Betrieb dieser Siedlung ausgewertet. Die Resultate sind auch in einer Broschüre übersichtlich zusammengestellt.