Klima / CO2-Ausstoss

Die Schweiz hat sich mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls verpflichtet, ihren Treibhausgas-Ausstoss zu senken. Um dies zu erreichen, schreibt das CO₂-Gesetz vor, den witterungsbereinigten energetischen Ausstoss von CO₂ – dem wichtigsten Treibhausgas – bis 2010 im Vergleich zu 1990 um 10% zu senken. Zwischen 1990 und 2008 hat der inländische unbereinigte CO₂-Ausstoss um 1,6% abgenommen. Bei den Brennstoffen beträgt die Abnahme 11,2%. Der CO₂-Ausstoss aus dem Treibstoffverbrauch hat jedoch seit 1990 um 14% zugenommen.

Im Kanton Zürich verringerte sich der gesamte CO₂-Ausstoss von jährlich über 7 Mio. Tonnen in den 90er-Jahren bis heute um etwa 2%. Eine stärkere Senkung kann Pro-Kopf festgestellt werden: Während anfangs der 90er-Jahren jeder Einwohner noch rund 6 t CO₂ausgestossen hat, sind es heute bereits weniger als 5,5 t, was einer Reduktion um die 10% entspricht. Der heutige Ausstoss teilt sich schon fast zu gleichen Teilen auf Brennstoffe (Heizöl und Erdgas) und auf Treibstoffe (Benzin, Diesel, Kerosen) auf. Die Emissionen sollen bis 2035 auf 3,5 t beziehungsweise bis 2050 auf 2,2 t CO₂pro Kopf reduziert werden. Um die CO₂-Emissionen zu reduzieren, sind die Energieeffizienz weiter zu steigern und der Verbrauch fossiler Energieträger zu verringern.

Der Klimawandel wird die Sicherheit des Lebensraums im Kanton Zürich bis 2050 nicht grundsätzlich gefährden. Problematisch dürfte sich die erwartete Zunahme von extremen Wetterereignissen, die zu Hochwasser, Murgängen oder auch Trockenperioden führen könnten, auswirken. Gegen diese Gefahren sind rechtzeitig Anpassungsstategien zu entwickeln bzw. Massnahmen wie Hochwasserschutz zu verstärken.