Neobiota

Gebietsfremde invasive Tiere und Pflanzen (invasive Neobiota) können verschiedene Schäden verursachen. Z.B.:

  • Bedrohung der Gesundheit
  • Verminderung der Biodiversität
  • Schäden an Bauwerken
  • höhere Kosten beim Unterhalt von Strassen und Gewässern
  • Wertzerfall (z.B. Grundstückpreis)
  • eingeschränkte Sicht

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über die wichtigsten invasiven Neobiota, den korrekten Umgang mit ihnen und die kantonale Vollzugsstrategie.

Aktuell

Aktionstage "Arten ohne Grenzen" 2017

Die nächsten Aktionstage "Arten ohne Grenzen" werden am 16. September 2017 durchgeführt. Neophyt des Jahres ist das Drüsige Springkraut

Ihre Anlässe könne Sie auf der Internetseite www.arten-ohne-grenzen.ch eintragen.

Pilotprojekt Asiatische Buschmücke

Im Jahr 2016 überwacht das AWEL die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) in einzelnen Gebieten des Kantons mit Mückenfallen, um mehr über ihr Verhalten und die Mückendichten zu erfahren. Ausserdem werden Erfahrungen zu Kommunikations- und Sensibilisierungsmassnahmen gesammelt. 
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des AWEL mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Ein Merkblatt zur Buschmücke kann bei der Beratungsstelle Schädlingsbekämpfung der Stadt Zürich heruntergeladen werden. 

Infoflyer Verbot Amerikanische Goldruten

Amerikanische Goldruten sind zwar sehr schön anzuschauen, sie sind jedoch gebietsfremd und invasiv und stellen daher insbesondere für Naturschutzgebiete eine grosse Bedrohung dar. Aus diesem Grund ist der Umgang mit amerikanischen Goldruten seit 2008 durch die Freisetzungsverordnung verboten. Leider gibt es noch immer einzelne Anbieter von Schnittblumen und Blumensträussen, welche verbotenerweise Goldruten verkaufen. Der Infoflyer beleuchtet die Thematik kurz und übersichtlich.

AGIN Empfehlung Einschränkungen beim Verkauf von invasiven Neophyten, 2015

Die AGIN hat Empfehlungen zu Einschränkungen beim Verkauf von gebietsfremden Problem-Pflanzen ausgearbeitet.

Die AGIN empfiehlt bei gewissen Pflanzen vom Verkauf abzusehen (Verzicht), bei anderen Arten besteht eine Informationspflicht. Die Entsprechenden Listen sind in der Empfehlung enthalten und umfasst alle Arten der Schwarzen Liste und der Watch Liste.

AGIN Empfehlung: Kompostieren, Vergären und Verbrennen invasiver Neophyten, 2015

Die AGIN Empfehlung zeigt geeignete Entsorgungswege für invasive Neophyten auf, damit eine Weiterverbreitung ausgeschlossen werden kann.

Gut zu wissen

Invasive Neobiota sind gebietsfremde, also nach der Entdeckung Amerikas 1492 beabsichtigt oder unbeabsichtigt nach Europa eingeführte Pflanzen (Neophyten) oder Tiere (Neozoen). Sie breiten sich auf Kosten einheimischer Arten effizient aus, sind nur sehr schwer unter Kontrolle zu bringen und verursachen in zunehmendem Masse naturschützerische, gesundheitliche oder wirtschaftliche Schäden.

Nur ein kleiner Teil der gebietsfremden Pflanzen oder Tiere verhalten sich bei uns invasiv, d.h. breiten sich unkontrolliert aus, und führen zu Schäden. Der Rest dieser Arten verschwindet schnell wieder oder fügt sich einigermassen problemlos in unsere Pflanzen- und Tierwelt ein. Die zehn Neobiota mit dem grössten Gefährdungspotenzial für den Kanton Zürich sind in der TopTen-Liste aufgeführt.

Auf der Seite von info flora finden Sie Infoblätter zu verschiedenen Neophyten sowie die Schwarze Liste und die Watch Liste.

Schwarze Liste: Liste der invasiven Neophyten der Schweiz, die in den Bereichen der Biodiversität, Gesundheit und/oder Ökonomie Schäden verursachen. Vorkommen und Ausbreitung dieser Arten muss verhindert werden

Watch-Liste: Liste der invasiven Neophyten der Schweiz, die das Potential haben, Schäden zu verursachen und deren Ausbreitung daher überwacht und wenn nötig eingedämmt werden muss. Im benachbarten Ausland verursachen diese Arten schon Schäden