Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)

Nutzen und Gefahren  gentechnisch veränderter Organismen (GVO) werden sehr kontrovers diskutiert. Es treffen verschiedene Werthaltungen aufeinander, die unterschiedliche Erwartungen an die Behörden auslösen.

Der Gesetzgeber unterscheidet den Umgang mit GVO in geschlossenen Systemen, wie beispielsweise in Forschungslaboratorien der Hochschulen und Biotechunternehmen (siehe Biosicherheit in Betrieben) und den Umgang mit GVO in der Umwelt (offene Systeme)

Der Umgang mit GVO in der Umwelt wird in der Freisetzungsverordnung geregelt. Es geht dabei einerseits um Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), andererseits um das Inverkehrbringen von GVO, d.h. beispielsweise das Verkaufen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln oder Medikamenten oder den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Noch unklar sind genaue Regelungen der Koexistenz von GVO und nicht GVO. Im Bereich Monitoring von GVO wird von Bund und Kantonen Aufbauarbeit geleistet.

Aktuell

Gesuch um Bewilligung eines Freisetzungsversuchs mit einer gentechnisch veränderten Apfelbaumlinie (cisgen) beim BAFU eingereicht

Die cisgene Apfelbaumlinie soll eine verbesserte Resistenz gegen Feurbrand vermitteln.

Gesuchssteller sind Agroscope, Institut für Pflanzenbauwissenschaften IPB und Institut für Nachhaltigkeitswissenschaften INH, Agroscope.

Der Versuch soll wie die laufenden Versuche an der Protected Site der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz stattfinden.

mehr Infos

Überwachung gentechnisch veränderter Organismen in der Umwelt im Jahr 2015

siehe Jahresbericht 2015 des BAFU.

Seit 2011 führt das BAFU eine Umweltüberwachung (Monitoring) durch, um allfällige Vorkommen von GVO in der Umwelt festzustellen.

Im Jahr 2015 wurden vereinzelt gentechnisch veränderte (gv) Rapspflanzen an bereits bekannten Orten gefunden. Im Kanton Zürich wurde wiederum keine GV-Raps gefunden, im Kanton Tessin hingegen ist ein neuer Standort hinzugekommen.

Das AWEL hat im Kanton Zürich zusätzlich auch Proben genommen und ebenfalls keine GV-Raps gefunden.

BAFU bewilligt Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Kartoffeln

Die Versuche werden an der Agroscope Reckenholz in Zürich durchgeführt. Mehr dazu siehe Medienmitteilung des BAFU vom 21. April 2015.