Transport

Verpackung für den Transport
Verpackung für den Transport

Um die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt zu gewährleisten, müssen pathogene und gentechnisch veränderte Organismen nach speziellen Vorschriften transportiert werden. Diese Vorschriften werden durch nationale und internationale Übereinkommen definiert.

Eine praxisnahe Zusammenstellung aller geltenden Vorschriften (in deutscher Sprache) ist im Dokument Transport biologischer Stoffe und Organismen zu finden.

Die Eidgenössische Fachkommission für Biologische Sicherheit (EFBS) bietet eine online Dokumentation in englischer Sprache an.

Vorbereitungen für den Transport

Klassifizierung

Die gesetzlichen Vorschriften sind grundsätzlich an das Risiko angepasst, welches von den pathogenen oder gentechnisch veränderten Organismen ausgeht. In einem ersten Schritt werden daher die Organismen je nach Risiko in verschiedene Transportkategorien klassifiziert (siehe Dokument Transport biologischer Stoffe und Organismen).

Die Klassifizierung bestimmt die weiteren Vorgaben an Bewilligungen, Verpackung, Markierung sowie Transport.

Pathogene Organismen, von denen ein sehr hohes Gefährdungspotenzial ausgeht, sind der Kategorie A zugeteilt. Der Transport dieser Organismen ist sehr streng reglementiert.

Sämtliche anderen Human- und Tierpathogene sind der Kategorie B zugeteilt und können mit erleichterten Vorgaben transportiert werden. Separate Transportkategorien existieren für infektiösen Abfall sowie für gentechnisch veränderte, nicht pathogene Organismen.

Verpackung

Dreischichtige Transportverpackung
3-schichtige Verpackung

Pathogene oder gentechnisch veränderte Organismen werden für den Versand dreischichtig verpackt:

 

 

 

  1. Probebehälter
  2. Auslaufdichte Verpackung
  3. Stabile Aussenverpackung

Sind die Organismen flüssig, muss saugfähiges Material zwischen die Schichten 1 und 2 gegeben werden. Allfälliges Kühlmaterial wird zwischen die Schichten 2 und 3 gegeben. Weitere Anforderungen an die Verpackung werden durch die Klassifizierung vorgegeben.

Markierung

Die Vorgaben an die Markierung des Transportguts werden durch die Klassifizierung der pathogenen oder gentechnisch veränderten Organismen bestimmt. Hier als Beispiel die Markierung eines Pakets mit pathogenen Organismen der Kategorie B, welche mit Trockeneis gekühlt werden.

Transport

Transporte von Organismen der Kategorie A sowie von geentechnisch veränderten Organismen ab 333 kg und infektiösen Abfällen ab 333 kg gelten als Gefahrguttransporte. Diese Transporte dürfen nur von speziell ausgebildeten Personen (mit ADR-Bescheinigung) durchgeführt werden. Diese Ausbildung wird durch die Vereinigung der Strassenverkehrsämter asa organisiert.

Für den Transport der übrigen pathogenen oder gentechnisch veränderten Organismen braucht es keine spezielle Ausbildung, sofern die Anforderungen an Verpackung und Markierung eingehalten werden.