ABC-Schutz Schweiz

Auf nationaler Ebene arbeiten verschiedene Stellen des Bundes und der Kantone im sogenannten Projekt „Nationaler ABC-Schutz“ eng zusammen. Ziel des Projektes ist es, durch die Umsetzung verschiedener, breit abgestützter Massnahmen, den ABC-Schutz in der Schweiz zu verbessern. Grundlage hierfür ist die Strategie ABC-Schutz Schweiz.

Nicht nur Natur-, sondern auch zivilisationsbedingte Katastrophen können sich jederzeit ereignen und die Bevölkerung gefährden. Atomare, biologische und chemische Waffen können zudem für terroristische Anschläge missbraucht werden. Der Umgang mit gefährlichen Stoffen - etwa nach einem Chemieunfall oder bei einer Seuche - verlangt spezielles Fachwissen. Die mit dem ABC-Schutz in der Schweiz beauftragten Stellen arbeiten mit 14 Referenz-Szenarien, um die erforderlichen Schutzmassnahmen zu erarbeiten und laufend zu überprüfen.

Im Bereich B-Schutz sind dies:

  • Ricin-Anschlag über Lebensmittel
  • Terroristischer Anschlag mit Pockenviren
  • Terroristischer Anschlag mit Anthrax
  • Pandemie (SARS etc.)
  • Laborunfall mit unbeabsichtigter Freisetzung aus einem Labor der  Biosicherhheitsstufe 3 oder 4

Die Kantone der Ostschweiz arbeiten auch in diesem Bereich kantonsübergreifend zusammen. Diese Zusammenarbeit erstreckt sich über die Bereiche gegenseitige Unterstützung, gemeinsame Ausbildungen, gemeinsame Nutzung von Personal, Material und Infrastruktur bei der Ereignisbewältigung.

Zur sogenannten Koordinationsplattform ABC Ost gehören die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Zug und Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein.