Risikokataster

Chemierisiken im Überblick

In der Schweiz unterstehen rund 1'200 stationäre Betriebe der Störfallverordnung. Etwa 150 davon liegen im Kanton Zürich. Der Kanton Zürich ist kein typischer „Chemiekanton“, weshalb die Betriebe sich auf sehr unterschiedlichen Branchen verteilen.

Zusätzlich unterstehen im Kanton Zürich 200 km Autobahnen, 250 km Kantonsstrassen und 150 km Eisenbahnen der Störfallverordnung. Zudem verlaufen etwa 280 km Erdgas-Hochdruckleitungen durch den Kanton. Diese Verkehrswege sind ebenfalls im Risikokataster registriert.

Die Auswertung der Stoffmengen in den Betrieben und der Transportmengen auf der Schiene zeigt sehr deutlich, dass im Kanton Zürich – wie in der Schweiz insgesamt – der weitaus grösste Anteil (80-90%) die Mineralölprodukte (Benzin, Diesel und Heizöl) sind. Nur ein sehr kleiner Teil der Stoffe gehört zu den "sehr gefährlichen" Stoffklassen (hochgiftig, explosiv oder stark umweltgefährdend).

Die Entwicklung der letzten 10 Jahre zeigt ein leichter Rückgang der Chemikalienmengen, insbesondere der gefährlicheren Stoffklassen. Dies ist einerseits auf die Aufhebung von Pflichtlagern zurückzuführen, andererseits findet eine Umlagerung weg von stark umweltgefährdenden Stoffen statt – möglicherweise durch Lenkungsabgaben und strengere Anwendungsvorschriften ausgelöst.