Risikokataster

Was ist der Risikokataster?

Zur übersichtlichen Darstellung der Gefahren und Risiken wurde der Kantonale Risikokataster realisiert. Dieser gibt Auskunft, an welchen Standorten gefährliche Stoffe in grösseren Mengen oder besonders gefährliche Mikroorganismen vorhanden sind und auf welchen Verkehrswegen sie transportiert werden. Er zeigt auch, wo es im Kanton Zürich zu Ereignissen mit Auswirkungen ausserhalb des Betriebsareals kommen könnte.

Neben den chemischen Gefahrenpotenzialen sind auch die möglichen Schäden und die Risiken erfasst, die durch Betriebe oder durch Gefahrguttransporte verursacht werden können. Sowohl die Risiken für die Bevölkerung als auch für die grösseren Seen und Flüsse oder für das Grundwasser können dargestellt werden.

Eine umfassendere Beschreibung des Chemierisikokatasters ist auf Anfrage erhältlich.

Der Risikokataster besteht aus einer Datenbank, in dem Informationen über Betriebe und Verkehrswege abgelegt sind sowie einem geographischen Teil, mit dem im Geographischen Informationssystem (GIS) des Kantons Zürich die Gefahren und Risiken raumbezogen visualisiert werden können. Im GIS werden in der Umgebung von Betrieben und Verkehrswegen mit Störfallrisiken sogenannte Konsultationsbereiche ausgeschieden. Diese stellen die Gebiete dar, in welchen eine Koordination von Raumplanung und Störfallvorsorge erforderlich ist. Thematisch ist der Risikokataster in einen Chemie- (CRK) und einen Bio-Risikokataster (BRK) aufgeteilt.

Chemie-Risikokataster im GIS-Browser

Wozu ist der Risikokataster gut?

In erster Linie dient der Risikokataster den kantonalen Behörden als Vollzugs- und Planungshilfe. Er bietet eine Übersicht über die Gefahren- und Risikoschwerpunkte ("Hot-Spots") im Kanton und ermöglicht so eine effektive Prioritätensetzung. Er stellt eine wichtige Planungsgrundlage für den Einsatz der Ereignisdienste (Feuerwehr, Polizei usw.) dar.

Anhand der ausgeschiedenen Konsultationsbereiche wird den kommunalen Bau- und Planungsämtern sowie Planungsbüros aufgezeigt, in welchen Gebieten die Störfallvorsorge in Planungsverfahren zu berücksichtigen ist.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Ausarbeitung der generellen Entwässerungspläne (GEP) der Gemeinden und die Notfallplanung der Abwasserreinigungsanlagen.

Nicht zuletzt dient der Risikokataster auch als Kommunikationsmittel der Öffentlichkeit gegenüber. Eine Übersicht ist im kantonalen GIS-Browser einsehbar, weitere Informationen sind als Auszug für Betroffene (Anwohner, Bauherrschaften, Planer usw.) auf Anfrage erhältlich.