Störfallvorsorge (Chemie)

Viele chemische Stoffe, Sonderabfälle oder Organismen können bei unkontrollierter Freisetzung aus Betrieben oder beim Transport Mensch oder Umwelt gefährden oder schwere Schäden verursachen.

Das AWEL vollzieht die Störfallverordnung im Kanton Zürich, Kontrolliert und berät Betriebe mit grösseren Gefahrenpotenzialen und koordiniert Massnahmen für eine höhere Sicherheit von Mensch und Umwelt. Der Vollzug im Kanton Zürich ist in einer Wegleitung (auch als Druckausgabe erhältlich) beschrieben.

Ziel ist, die Bevölkerung und die Umwelt vor schweren Schädigungen infolge von Störfällen zu schützen.

Was fällt in den Geltungsbereich der Störfallverordnung?

Die Störfallverordnung gilt für Betriebe, die gefährliche Stoffe, Zubereitungen oder Sonderabfälle in grösseren Mengen auf ihrem Betriebsareal lagern oder verarbeiten. Weiter gilt sie für Betriebe, die mit gentechnisch veränderten (GVO) oder pathogenen (Krankheit erregenden) Mikroorganismen, die der Gefahrenklassen 3 oder 4 zugeordnet sind.
 

Auch Verkehrswege, auf denen Gefahrgüter transportiert werden, unterstehen der Störfallverordnung. Dies gilt für Nationalstrassen (Zuständigkeit: Bundesamt für Strassenbau, ASTRA) und andere Durchgangsstrassen gemäss Durchgangsstrassenverordnung (Zuständigkeit AWEL) und für die meisten Bahnstrecken (Zuständigkeit: Bundesamt für Verkehr, BAV).

Ebenso unterstehen Erdgas-Hochdruckleitungen oder -Speicheranlagen sowie Pipelines (Zuständigkeit: Bundesamt für Energie, BFE).

Für militärische Anlagen ist das Generalsekretariat  des Departements für Bevölkerungsschutz, Verteidigung und Sport (VBS) zuständig, für Flugplätze das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL).

Die Fachstelle des Bundes für Fragen der Störfallvorsorge ist das Bundesamt für Umwelt (BAFU), Abteilung Gefahrenprävention.