Holzfeuerungen ab 70 kW

In den nächsten 10 bis 15 Jahren müssen über 400 Holzfeuerungen mit einer Feuerungswärmeleistung (FWL) grösser 70 kW im Kanton Zürich saniert werden, damit die im Jahr 2007 geänderten, verschärften Emissionsgrenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) und die Anforderungen aus dem Massnahmenplan Luftreinhaltung Kanton Zürich eingehalten werden können. Das AWEL arbeitet darauf hin, dass der zukünftige Anlagepark im Kanton Zürich aus effizienten und emissionsarmen Wärmeerzeugern bestehen wird (siehe auch Sanierungen bei Holzfeuerungen sind eine Chance).

Diese eigens dafür zusammengestellte Internetseite soll Betreiber, Planer und Anlagebauer kompakt bezüglich Grundlagen,  Anforderungen, Sanierungs- und Kontrollablauf und weitere Themen informieren. Der Inhalt dieser Seite wird laufend aktualisiert.

Sanierung

Das Merkblatt Allgemeine Hinweise zu Holzfeuerungen informiert über Inverkehrbringung von Holzfeuerungsanlagen, Emissionsgrenzwerte, Sanierungsfristen, Brennstoff, Aschenentsorgung, Betrieb und Kaminmindesthöhe.

Emissionskontrolle

Gemäss Luftreinhalte-Verordnung (LRV) müssen die Feuerungsanlagen in der Regel periodisch alle 2 Jahre auf die Einhaltung der Grenzwerte kontrolliert werden. Weiter besteht neben der Emissionsmessung auch eine Auskunftspflicht bezüglich Anlagebetrieb und Anlageaufbau. Dabei sind insbesondere die Funktion und die Betriebsdaten des Staubabscheiders zu kontrollieren.

Bewilligung Holzfeuerung ab 70 kW

Wesentliche Änderungen oder Umbauten an der Holzfeuerungsanlage sind, mittels Einreichung eines Gesuchsformular an die Standortgemeinde, von der Baudirektion bewilligen zu lassen. Die Fachstellen der Baudirektion beurteilen Holzfeuerungen ab 70 kW hinsichtlich energetischen und lufthygienerechtlichen Anforderungen. Hauptsächlich geht es dabei um die Bemessung der Kaminmindesthöhe. Die energetischen, feuerpolizeilichen und baulichen Anforderungen werden durch andere Fachstellen beurteilt.

Die Behörde macht in der Bewilligung Vorgaben bezüglich Betriebsdauer und Anfahr- und Abfahrzeiten, so dass der erforderliche Filter/der geforderte Feststoff (Staub)-EGW seine Wirksamkeit erhält und möglichst wenig Anfahr- und Abfahrzeiten sowie Glutbettunterhaltszeiten mit erheblichen Emissionen entstehen können. Entsprechende Erläuterungen zur Bewilligung der Holzfeuerung sind in den Planungshinweise/Information an den Planer/Anlagebauer nachzulesen. Eine Bewilligung ist erst mit der Zustimmung aller Fachstellen vollständig erteilt. Die Gemeinde koordiniert die verschiedenen Entscheide. Weitere Informationen zur Bewilligung siehe Bewilligung von Feuerungsanlagen und Leitstelle für Baubewilligungen.