Bewilligung von Feuerungsanlagen

Foto von Drehrohrofen mit Nachbrennkammer und Elektro-Filter
Drehrohrofen mit Nachbrennkammer und Elektro-Filter

Feuerungsanlagen sind bewilligungspflichtig. Das Gesuch für die Erstellung, den Umbau und den Betrieb von wärmetechnischen Anlagen oder stationären Verbrennungsmotoren ist vollständig ausgefüllt, bei der Standortgemeinde/-stadt einzureichen.

Feuerungen mit Brennstoff Öl und Gas bis 1000 kW und Holzfeuerungen bis 70 kW werden in lufthygienerechtlicher Hinsicht direkt von der Gemeinde/Stadt bewilligt und danach kontrolliert. Alle anderen Feuerungsanlagen liegen im Zuständigkeitsbereich der Baudirektion und benötigen zusätzlich eine entsprechende kantonale Bewilligung. Muss eine Feuerungsanlage von der Baudirektion beurteilt werden, steht im Unterschied zu Anlagen im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden eine Behandlungsfrist von 8 Wochen zur Verfügung.

Neben dem vollständig ausgefüllten Gesuchsformular sind zusätzliche Angaben insbesondere für die Bestimmung der Kaminhöhe erforderlich. Bei grossen Anlagen, insbesondere bei Feststofffeuerungsanlagen, ist möglichst frühzeitig (so dass Änderungen im Projekt noch möglich sind) mit der kantonalen Fachstelle Feuerungen die erforderliche minimale Kaminmündungshöhe abzuklären. Die Kaminempfehlungen BAFU sind für diese vorsorgliche Bestimmung der Kaminhöhe massgebend.

Die Baudirektion versendet die Gebührenrechnung mit Kopie ihrer Bewilligung, als Mitteilung, an die Person/Firma gemäss Gesuchsformular. Der Gesuchsteller erhält die abschliessende Bewilligung jedoch erst durch die Gemeinde- oder Stadtbaubehörde, welche die Auflagen der Baudirektion (Lufthygiene) zu den feuerpolizeilichen und baurechtlichen Bedingungen hinzufügt.

Öl-, Gas- und Holzfeuerungen sowie Motoren

Der Vollzugsordner Energie dient primär den Gemeinden und den Befugten für die Private Kontrolle als Nachschlagewerk. Er enthält jedoch im Kapitel 4 Heizungsanlagen nützliche Hinweise aus Sicht Lufthygiene bezüglich Planung, Bau und Betrieb von Heizungsanlagen.

Abfallverbrennungsanlagen

Für die Verbrennung von Abfällen, Altholz und problematischem Holz ist auch eine abfallrechtliche Errichtungs- sowie eine Betriebsbewilligung erforderlich. Allenfalls besteht auch eine Umweltverträglichkeitspflicht.