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Land- / Forstwirtschaft

Traktor vor Betriebsgebäude
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Landwirtschaftlichen Betriebe sind das Fundament unserer Ernährung. Die Kehrseite der Medaille: Pflanzenschutz- und Düngemittelmittel bringen unsere Lebensgrundlage, die Ökosysteme, aus der Balance. Seen eutrophieren, Wälder verlieren ihre Widerstandskraft und empfindliche Pflanzen- und Tierarten gehen verloren. Letztlich "stinkt" die Gülle im Nahbereich von Wohnzonen.

Für den Gewässerschutz ist vorallem der minimierte und gezielte Einsatz sowie das korrekte Lagern, Verwerten und Entsorgen von Pestiziden, mineralischem Dünger, Jauche und Mist entscheidend.

Landwirtschaftliche Bauten

Bei der Errichtung von neuen Tierhaltungsanlagen sind vorsorglich Mindestabstände zu den nebenliegenden Wohnzonen einzuhalten. Der erforderliche Abstand errechnet sich aus der Geruchsbelastung der gehaltenen Tiere.

Wird der Mindestabstand eingehalten, ist in der Regel nicht von einer übermässigen Geruchs-Immission auszugehen. Die Immissionen liegen dann in einem von den Anwohnern zu tolerierenden Bereich.

Für die Bewilligung von Tierhaltungsanlagen bzw. des Betriebskonzepts eines Landwirtschaftsbetriebes ist – neben der baurechtlichen Bewilligung durch die örtliche Baubehörde - seit 2005 das Amt für Landschaft und Natur (ALN) zuständig.

Gülleausbringung

Traktor mit Schleppschlauch bei der Gülleausbringung
Gülleausbringung mit Schleppschlauch

Das Ausbringen der Gülle führt zu Ammoniak- und Geruchsemissionen. Ammoniakverlust bedeutet einen Verlust an Stickstoff, der mittels Düngemittel ausgeglichen werden muss. Zur Vermeidung der Stickstoff-Verluste und zur Reduktion der Geruchsemissionen wird die Gülle bei entsprechender Witterung soweit möglich mit Hilfe eines Schleppschlauchverteilers bodennah ausgebracht.

Güllelagerung

Güllelager, welche nicht abgedeckt sind, führen zu Ammoniak- und Geruchsemissionen. Diese lassen sich durch eine Abdeckung des Güllelagers zu einem grossen Teil verhindern. Das Lagern und Ausbringen von Hofdünger (Gülle und Mist) und die Abwasserentsorgung unterliegt bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen. Güllebehälter und andere Anlagen, die für den Gewässerschutz von Bedeutung sind, bedürfen der Bewilligung durch die örtliche Baubehörde. Die gewässerschutzkonforme Abwasserentsorgung im ländlichen Raum ist Voraussetzung für das Bauen. Mehr zum Thema Gewässerschutz bei landwirtschaftlichen Betrieben und im ZUP-Artikel "Zu hoher Ammoniakverlust aus Güllelagern" (ZUP Nr. 88/Juni 2017)

Ressourcenprojekt Ammoniak

Im Rahmen des Programmes „Nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen“ stellt der Bund Beiträge für Ammoniak-reduzierende Projekte zur Verfügung. Seit Anfang 2012 beteiligt sich der Kanton Zürich mit einem eigenen Ressourcenprojekt. Dabei fördert er die Gülleausbringung mit Schleppschlauch sowie die Abdeckung von grösseren Güllelagern mit einem finanziellen Beitrag.

Feuern im Freien

Die Verbrennung von Wald-, Feld- und Gartenabfällen im Freien ist im Kanton Zürich in den Monaten November bis Februar verboten. Ausnahmebewilligungen in bestimmten Fällen kann bei Waldabfällen der zuständige Revierförster und bei Feldabfällen die Gemeinde erteilen.

Gerätebenzin

Die Verwendung von herkömmlichem Benzin für Garten-Kleingeräte wie Rasenmäher, Laubgebläse etc. führt zu schädlichen Emissionen. Kann nicht auf Elektrogeräte ausgewichen werden, so verwenden Sie Gerätebenzin sich und der Umwelt zuliebe. Gerätebenzin, auch unter dem Namen Alkylatbenzin gehandelt, erzeugt weniger Schadstoffe und Gestank und schont somit Ihre Gesundheit. Gerätebenzin erhalten Sie bei verschiedenen Bezugsquellen.