Bewilligungen/Genehmigungen

Absicherung von Güterumschlagplätzen

Gabelstapler hebt mit Kisten beladene Palette zwischen Säcken und Palettenstapeln
Klassischer Güterumschlagsplatz für Pestizide und Düngemittel

Unter Güterumschlag­plätze werden Bereiche eines Betriebs verstanden, auf denen Güter wie wassergefährdende Flüssigkeiten, feste Chemikalien oder flüssige Lebens­mittel umgeschla­gen werden.

Der Umschlag kann auf folgende Weise erfolgen:

  • Umladen von Gebinden (Behälter mit 20 - 450 Liter Inhalt, einzeln oder zu mehreren Gebinden auf Paletten), Kleintanks, IBC (Intermediate Bulk Container mit 450 – 3000 Liter Inhalt) und Tankcontainern (Behälter mit Inhalten bis 20 m3) zwischen Fahrzeug und Lagerbereich oder umgekehrt. Beispiel: Warenannahme im Betrieb.
  • Transport von Gütern zwischen zwei Betriebsbereichen, sofern diese nicht im gleichen Gebäude liegen. Beispiel: Transport aus dem Produktions- in das Lagergebäude.
  • Umfüllen von Flüssigkeiten zwischen Behältern. Beispiel: Betankung eines Lagertanks mit einem Zisternenwagen.

Beim Umschlag besteht das Risiko, dass durch technische Probleme oder Unachtsamkeit die umgeschlagenen Flüssigkeiten in die Kanalisation oder direkt in ein Gewässer gelangen. Ohne einen schützenden Hartbelag kann das Umschlagsgut auch in den Untergrund versickern. Stets sind es die Abwasser-Reinigungsanlagen (ARAs), Flüsse, Bäche und Seen, Böden oder das Grundwasser, die die Verschmutzungen „ausbaden“ müssen. Zudem sind die Aufräum-, Reinigungs- und Sanierungsarbeiten meist äusserst aufwändig und kostspielig.

Güterumschlagskonzept

Betriebe, die Güter wie wassergefährdende Flüssigkeiten, feste Chemikalien oder flüssige Lebens­mittel umschla­gen, müssen Massnahmen zur Absicherung treffen. Die dazu erforderlichen Vorkehrungen sind im Merkblatt "Absicherung und Entwässerung von Güterumschlagplätzen" (siehe unten) dargelegt.

Anforderungen an einen Umschlagplatz

Grundsätzlich muss ein Güterumschlagplatz möglichst klein, überdacht und abflusslos sein. Zudem ist er zu befestigen und mit einem dichten Rückhaltevolumen auszustatten. Die vorgeschriebene Mindestgrösse des Rückhaltevolumens hängt von der Wasser­gefährdungsklasse des Umschlagguts, von der Umschlagsmenge und teilweise von der Grösse der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage (ARA) ab.

Zustimmung zur Absicherung eines Güterumschlagsplatzes

Beilagen zum Baugesuchsformular (BVV-Ziffer 2.4)