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Entwässerungsplanung
Die Entwässerungplanung kann einer Region (REP), einem Abwasserverband (VGEP) oder einer Gemeinde (GEP) dienen.
Die Entwässerungsplanung beantwortet die folgenden Fragen:
- Wie erfolgt die Abwasserentsorgung in der einzelnen Gemeinde?
- Könnten die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) oder der Kanalnetzbetrieb der Gemeinden optimiert werden?
- Beeinflussen mehrere Gemeinden durch ihre Abwasserentsorgung das gleiche Gewässer?
- Welches Regenwasser, das auf die Dächer, Plätze und Verkehrsflächen fällt, muss als verschmutzt angenommen werden?
- Welche Massnahmen sind für den Gewässerschutz in anderen Sachbereichen, wie z.B. die Landwirtschaft etc., erforderlich?
Konzeptionell legt der GEP für das Gebiet einer Gemeinde fest, nach welchem Entwässerungssystem die Abwasserentsorgung zu erfolgen hat. Unterschieden wird nach den beiden Varianten Mischsystem und Trennsystem sowie Modifikationen dieser Systeme. Die Modifikationen betreffen meistens die unterschiedliche Entsorgung des nicht verschmutzten Abwassers. Inhalt und Umfang des Planwerkes GEP richtet sich nach den Verhältnissen der Gemeinde.
Zweck des GEP ist die Sicherstellung eines koordinierten Ausbaus der öffentlichen Kanalisation und insbesondere deren Werterhaltung durch einen zweckmässigen Betrieb und Unterhalt oder Sanierung der Abwasseranlagen, welche dem Gewässerschutz Rechnung tragen.
Neben dem GEP zeigt der Kanalisationskataster die bestehenden Abwasseranlagen der öffentlichen Kanalisation und der Grundstücksentwässerung. Die Grundstücks- bzw. Liegenschaftsentwässerung hat nach Massgabe des GEP zu erfolgen.
Mittels Plänen und Berichten zu verschiedenen Themen im Zusammenhang Abwasserentsorgung und Gewässerschutz zeigt der GEP die Entwässerungsverhältnisse der Gemeinde und den Handlungsbedarf.
Grundlage der GEP-Bearbeitung sind die Zustandberichte Gewässer, Fremdwasser, Kanalisation, Versickerung, Einzugsgebiet sowie Gefahrenbereiche.
Basierend auf ihnen wird das Entwässerungskonzept für das Siedlungsgebiet der Gemeinde festgelegt und der allfällige Handlungsbedarf ausgewiesen. Damit ist der GEP Grundlage für Erweiterung, Anpassung, Unterhalt und Sanierung (Werterhaltung) des öffentlichen Kanalnetzes sowie für die Beurteilung der privaten Liegenschaftsentwässerung im Rahmen von Baubewilligungsverfahren. Die Gewässerschutzverordnung des Bundes regelt mit Art. 5 die Kommunale Entwässerungsplanung. Diverse Themen der GEP werden zweckmässiger auf Stufe Zweckverband einer Abwasserreinigungsanlage bearbeitet, damit die beteiligten Gemeinden Planungskosten einsparen.
Grundlagen & Vorgehen
- Leitfaden V-GEP: Genereller Entwässerungsplan für den Abwasserverband (V-GEP) - Leitfaden für Gemeindebehörden und Verbandsgremien (AWEL 2000) (PDF, 22 Seiten, 638 kB)
- Präsentation GEP-Check - Die periodische Standortbestimmung zur Siedlungsentwässerung (AWEL 2005) (PDF, 8 Seiten, 1 MB)
- Rechtsgrundlagen für den Generellen Entwässerungsplan (GEP) - Arbeitshilfe SE 0.0 (PDF, 12 Seiten, 61 kB)
- Ablaufschema (Vorbereitung bis Genehmigung) der Bearbeitung des Generellen Entwässerungsplans - Arbeitshilfe SE 2.0 (PDF, 3 Seiten, 90 kB)
- Möglichkeiten der Etappierung der Entwässerungsplanung - Arbeitshilfe SE 2.1 (PDF, 2 Seiten, 72 kB)
- Festlegung des erforderlichen Bearbeitungsumfangs für den Generellen Entwässerungsplan (GEP) - Arbeitshilfe SE 2.2 (PDF, 2 Seiten, 74 kB)
- Festlegung des erforderlichen Bearbeitungsumfangs für die Erstellung des GEP für den ARA-Halter - Arbeitshilfe SE 2.3 (PDF, 2 Seiten, 27 kB)
- Stand der Entwässerungsplanung - Arbeitshilfe SE 2.4 (Word, 2 Seiten, 99 kB)
- Muster-Offertformular für die Zusammenstellung des Bearbeitungsaufwandes zur Erstellung eines GEP oder V-GEP - Arbeitshilfe SE 2.7 (Word, 2 Seiten, 95 kB)
- Mustervorlage: Zusammenstellung der Verhältnisse der Siedlungsentwässerung - Arbeitshilfe SE 2.8 (Word, 2 Seiten, 122 kB)
- Mustervorlage: GEP-Check-Protokoll - Arbeitshilfe SE 28.0 (Word, 6 Seiten, 238 kB)
Datenmodell und -struktur (gemäss VSA)
Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) hat neben den GEP-Musterpflichtenheften auch eine Datenstruktur für die Siedlungsentwässerung (DSS) ausgearbeitet, nach der die GEP-Daten systematisch strukturiert und erfasst werden sollten und dann via INTERLIS in verschiedene Datenbanken transfereirt werden können. Zur Zeit erarbeitet eine VSA-Arbeitsgruppe ein Minimalmodell aus welche Punkte aus dem recht komplexen Modell für jede Gemeinde der Schweiz mindestens erarbeitet werden soll.
Besprechungs- und Planungshilfen zum VSA-DSS Modell:
- VSA-DSS Minimalumfang im Kanton Zürich (gültig ab 1. Januar 2011), Format A3 quer (PDF, 2 Seiten, 126 kB)
- VSA-DSS (Release 2008 inkl. VSA-KEK) - Darstellung in INTERLIS 2.3. Format A0 quer (PDF, 1 Seite, 119 kB)
- VSA-DSS (Release 2008 inkl. VSA-KEK) - Darstellung in Textform inkl. Aufzählungen und Attributlisten. Format A0 quer (PDF, 1 Seite, 87 kB)
- VSA-DSS (Release 2008 inkl. VSA-KEK) - Umsetzungsvariante (in Textform). Format A0 quer (PDF, 1 Seite, 88 kB)
Planungshinweise
- Merkblatt für die Bearbeitung des Zustandsberichtes Gefahrenbereiche im GEP - Arbeitshilfe SE 6.0 (PDF, 4 Seiten, 94 kB)
- Merkblatt Einleitungskonzept und -schema sowie Bericht Sonderbauwerke GEP - Arbeitshilfe SE 7.0 (PDF, 4 Seiten, 75 kB)
- Empfehlung zur einheitlichen Verwendung von Bezeichnungen, Abkürzungen und Dimensionen für Daten der Siedlungsentwässerung - Arbeitshilfe SE 7.1 (PDF, 4 Seiten, 94 kB)
- Beispiel eines Einleitungsschemas - Arbeitshilfe SE 7.2 (PDF, 2 Seiten, 67 kB)
- Planung von Sieben oder Rechen bei Regenüberläufen und Regenbecken - Arbeitshilfe SE 14.0 (PDF, 2 Seiten, 82 kB)
- Koordinationsbedarf bei der Entwässerung der Strassen und der Generellen Entwässerungsplanung (GEP) der Gemeinde - Arbeitshilfe SE 24.0 (PDF, 7 Seiten, 107 kB)
- Tabelle für die Beurteilung von Strassenwasser-Einleitungen in Gewässer - Arbeitshilfe SE 30.0 (Excel, 1 Seite, 37 kB)
- Beurteilung der Fremdwasser-Verhältnisse - Arbeitshilfe SE 31.0 (PDF, 4 Seiten, 98 kB)
Zustandsbericht Gewässer
- Checkliste zum Ablauf des GEP Zustandsberichts Gewässer im GEP (PDF, 1 Seite, 6 kB)
- Bearbeitungsmatrix Zustandbericht Gewässer im GEP (Excel, 1 Seite, 25 kB)
- Checkliste zur Prüfung und Beurteilung des Teils öffentliche Gewässer im GEP (PDF, 2 Seiten, 67 kB)
- AWEL-Arbeitshilfe zum Thema Raumbedarf Fliessgewässer (PDF, 10 Seiten, 1 MB)
- Tabellen GEP Teil Öffentliche Gewässer - Tabelle 1: Zusammenstellung der erhobenen und der berechneten Daten und Tabelle 2: Hochwasserentlastungen in die öffentlichen Gewässer (Excel, 2 Seiten, 49 kB)
- Zusammenstellung von Q347-Abflussbestimmungen an ausgewählten Oberflächengewässern im Kanton Zürich (Excel, 2 Seiten, 57 kB)
Weitere Informationen
Kontakt
AWEL
Abteilung Gewässerschutz
Sektion Siedlungsentwässerung
Weinbergstrasse 17
Postfach
8090 Zürich
Telefon
043 259 32 07
Fax
043 259 54 51
E-Mail
gewaesserschutz@bd.zh.ch
