Unterrubriken
Sie befinden sich derzeit auf folgender Seite:
Klärschlammbehandlung
Aktuelle Behandlung von Klärschlamm
Mit dem Klärschlammentsorgungsplan im Jahr 2003 wurde die Grundlage geschaffen, dass der Zürcher Klärschlamm aus der Abwasserreinigung - jährlich rund 100'000 Tonnen entwässerter Klärschlamm mit ca. 25% Trockensubstanz (TS) - in Schlamm- bzw. Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) und - nach vorgängiger Trocknung - in Zementwerken verbrannt werden kann.
Angaben zur Behandlung der jährlichen Klärschlamm-Mengen
| 2008 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| gesamte Menge Klärschlamm | 28'104 | 27'144 | t TS* |
| in KVA verbrannt | 18'187 | 17'796 | t TS* |
| in Zementwerk verbrannt | 2'623 | 2'229 | t TS* |
| in anderen Anlagen verbrannt (SVA Winterthur, SVA Limmattal/Limeco, div.) | 7'172 | 6'848 | t TS* |
| ausserkantonale Klärschlamm- Behandlungsanlagen (Export) | 122 | 272 | t TS* |
| (* t TS = Tonnen Trockensubstanz) |
Rahmenbedingungen für die zukünftige Behandlung von Klärschlamm
Die Klärschlammentsorgung und -verwertung im Kanton Zürich geht neue Wege
Für Klärschlamm gilt seit dem 1. Oktober 2006 ein Verbot für die Verwendung in der Landwirtschaft. Mit dem oben erwähnten Klärschlammentsorgungsplan wurde im Kanton Zürich eine gute Grundlage geschaffen, aber aufgrund von absehbaren Engpässen ab etwa 2015 hat der Zürcher Regierungsrat im Regierungsratsbeschluss Nr. 572/2007 ein langfristiges Klärschlamm-Entsorgungskonzept verlangt.
Seit 2008 steht das AWEL in Kontakt mit allen öffentlichen Institutionen, welche in der Klärschlammentsorgung aktiv sind. Mehrere Arbeitsgruppen stellten Grundlagen zur zukünftigen Klärschlammverwertung bereit.
Stand der Planung und Standortevaluation für die Klärschlammentsorgung im Kanton Zürich ab 2015
Bisher wurden folgende Entscheidungen gefällt:
- eine Monoverbrennungsanlage wird erstellt; dieser wird der gesamte kantonale Klärschlamm zugewiesen
- Partnerversammlung des Zürcher Abfallverwertungs-Verbunds ZAV und die politischen Vertreter der Klärschlammtrocknungsanlagen als massgeblich Verantwortliche haben den Standort Klärwerk Werdhölzli, Zürich bestätigt
- Stadt Zürich hat im September 2010 verbindlich bestätigt, dass Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) vorbehältlich Zuweisung und Kreditbeschluss Bauherr und Betreiber der neuen Klärschlammverwertungsanlage sein wird
- Planung der Klärschlamm-Verwertungsanlage wurde im November 2010 gestartet. Gleichzeitig wurde das Projekt Logistik/Transportkostenausgleich durch die Stadt Zürich eingeleitet. Mit diesem Projekt soll in Absprache mit den Klärschlammlieferanten ein optimiertes Logistikkonzept und ein Transportkostenausgleichsmodell entwickelt werden.
- Abklärungen zur Phosphor-Rückgewinnung aus der Klärschlammasche erfolgen gemeinsam durch das AWEL und den ZAV.
Die Baudirektion informiert regelmässig über den aktuellen Planungsstand der Klärschlammentsorgung im Kanton Zürich ab 2015 in Form von Klärschlamm-Agenden:
Klärschlamm ist ein Siedlungsabfall: Weitere Informationen zum Thema Klärschlamm finden sich beim Bundesamtes für Umwelt und beim Gewässerschutz des Kantons Zürich
- Weiter AWEL-Informationen zum Klärschlamm, zum aktuellen Planungsstand und der laufenden Vernehmlassung der Klärschlammentsorgung im Kanton Zürich ab 2015
- Gewässerschutz des Kantons Zürich (Abwasserentsorgung, Abwasserreinigungsanlagen - ARA)
- Formular Klärschlamm (Anfall und Entsorgung) (PDF, 3 Seiten, 583 kB)
- Untersuchungen von Klärschlamm im Gewässerschutzlabor
- Klärschlamm beim Bundesamt für Umwelt BAFU
Weitere Informationen
Kontakt
AWEL
Abteilung Abfallwirtschaft & Betriebe
Sektion Abfallwirtschaft
Weinbergstrasse 34
Postfach
8090 Zürich
Kontaktperson:
Dr. Leo Morf
Telefon
043 259 39 70
Fax
043 259 42 80
E-Mail
leo.morf@bd.zh.ch
