Deponien

Jede Gesellschaft hinterlässt ihre Spuren (Deponiestandorte)

Grundsätzlich sorgt der Kanton für eine Reduktion der Abfallmenge sowie für eine möglichst hohe stoffliche und energetische Verwertung der Abfälle.

Nicht weiter verwertbare Rückstände aus Abfällen sind so zu behandeln, dass sie ohne Umweltgefährdung deponiert werden können. Bei der Deponierung soll eine allfällige künftige Verwertung der Stoffe nicht ausgeschlossen werden. Im kantonalen Richtplan sind 16 Standorte mit einem Restvolumen von 18 Millionen m³ festgesetzt.

Zwischen 1800 und 1990 wurden im Kanton Zürich etwa 1700 Deponien betrieben, zur Hauptsache lokale Gemeinde- und Industriegruben.

Noch im Jahr 1996 stellte der Kanton aufgrund der Anforderungen der Technischen Verordnung über Abfälle den Betrieb von 28 Gemeindedeponien ein.

Der dramatischen Abnahme der Deponiestandorte steht eine starke Zunahme des Abfalls gegenüber.

Zwar werden von über 5 Millionen Tonnen Abfall bzw. 2.5 Millionen Festkubikmetern an Abfällen aus dem Kanton Zürich gegen 80 Prozent stofflich oder energetisch verwertet (Bericht Deponiestandorte Fakten, Argumente). Aber ein Rest von über einer Million Tonnen oder 500'000 m³ muss deponiert werden. In den letzten Jahren ging davon die Hälfte zur Ablagerung über die Kantonsgrenze hinaus.

Ein Risikomanagement ist etabliert

Der Kanton betreibt als Aufsichtsbehörde keine Deponien und nimmt in keinem Zweckverband oder Verwaltungsrat Einsitz.

Die Deponierisiken werden über das zweijährliche Deponierating dargestellt und über Risikoanalysen monetarisiert. Der kantonale Deponiefonds gemäss Deponie-Nachsorgeverordnung beläuft sich auf 17 Millionen Schweizer Franken und kann damit die Nachsorge der 10 eingekauften Deponien und allfällige Sanierungen mit hohem Vertrauensniveau ohne Abgabenerhöhungen übernehmen.

Standortspezifische Einleitbedingungen für Sickerwässer aus Deponien

Für 15 im kantonalen Richtplan festgesetzte Deponiestandorte wurde die Einleitbarkeit des Deponiesickerwassers in die nächstgelegenen Vorfluter beurteilt.

Dafür wurden Sickerwasserdaten aus dem Vernehmlassungsentwurf der Vollzugshilfe für Deponiesickerwässer (BAFU, 2010) verwendet. Folgende Parameter wurden bercksichtigt: Ammonium, Nitrit, Nitrat, Chlorid, Sulfat, DOC, Bisphenol A, p-tert-Butylphenol und Kupfer. Die Resultate und Erkenntnisse sind in einem Bericht zusammengefasst.