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Kantonaler Beitrag an wichtige Lückenschliessung im Trinkwasserversorgungsnetz
17.11.2011 - Medienmitteilung
Eine sichere Wasserversorgung ist für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung zentral. Der Kanton Zürich arbeitet deshalb seit Jahrzehnten am Aufbau eines übergeordneten Trinkwassersystems, das die Gebiete mit ergiebigen Wasserressourcen erschliesst und sie für die Bevölkerung zugänglich macht. Nun hat der Regierungsrat einen Staatsbeitrag an eine wichtige Lückenschliessung in diesem Trinkwassersystem gesprochen. Sie verbessert die Versorgungssicherheit des mittleren Glattals, aber auch der Städte Zürich und Winterthur, entscheidend.
Bevölkerung und Wirtschaft erwarten zu jeder Zeit eine sehr hohe Verfügbarkeit von einwandfreiem Trinkwasser. Im Kanton Zürich stellen die Gemeinden und Gemeindeverbände, sogenannte Gruppenwasserversorgungen, die Trinkwasserversorgung sicher. Denn mangels eigener Wasserressourcen ist nicht jede Gemeinde in der Lage, selbst genügend Trinkwasser bereit zu stellen. Viele Gemeinden und regionale Versorgungseinheiten sind darauf angewiesen, das Trinkwasser ausserhalb ihres Versorgungsgebietes gewinnen zu können. Die Baudirektion arbeitet deshalb zusammen mit den regionalen Gruppenwasserversorgungen und den beiden Städten Zürich und Winterthur seit Jahrzehnten am Aufbau des kantonalen Trinkwasserverbundes, der die Regionen und die wichtigsten Trinkwassergewinnungsgebiete miteinander verbindet und eine bedarfsgerechte Wasserverteilung auch langfristig gewährleistet. Der kantonale Trinkwasserverbund hat ausserdem die Aufgabe, bei Verschmutzungen von Wassergewinnungsanlagen oder in lange anhaltenden Trockenperioden weiträumige Wasserlieferungen zu ermöglichen und das Zusammenbrechen von Wasserversorgungen zu verhindern.
Wichtige Lückenschliessung im Glattal
Zurzeit erfolgt ein wichtiger Ausbauschritt dieses überregionalen Versorgungsnetzes. Dafür wird im mittleren Glattal, einem der aufstrebendsten Entwicklungsgebiete des Kantons, der letzte Abschnitt einer mächtigen Transportleitung zwischen den Städten Zürich und Winterthur erstellt. Die Leitung erleichtert den grossräumigen Wasseraustausch zwischen den grossen Produktionszentren am Zürichsee und den ergiebigen Grundwassergewinnungsanlagen im Tösstal. Die Versorgungssicherheit wird über weite Teile des Kantonsgebietes wesentlich erhöht. Die Gruppenwasserversorgung Vororte und Glattal (GVG), die neben dem mittleren Glattal noch weitere Gemeinden versorgt, schafft sich mit dem Bau der Leitung eine leistungsfähige zweite Einspeisemöglichkeit, um bei Ausfall der Wasserlieferung aus Zürich die Mitgliedsgemeinden mit dem nötigen Trink-, Brauch- und Löschwasser zu versorgen. Und Winterthur kann im Störfall künftig kurzfristig Wasser aus dem Zürichsee beziehen oder bei Bedarf Grundwasser aus dem Tösstal abgeben.
Regierungsrat beschliesst Beitrag des Kantons
Bauherrin der Leitung ist die GVG. Da an der überregionalen Leitung, die auch im kantonalen Richtplan eingetragen ist, ein grosses öffentliches Interesse besteht, hat der Regierungsrat einen Staatsbeitrag von maximal 4,1 Millionen Franken an die Gesamtkosten von 15,2 Millionen Franken für den Bau der Teilabschnitte 2 bis 5 genehmigt. Sie verlaufen von der Gemeindegrenze Bassersdorf bis zum Reservoir Müliberg in der Gemeinde Lindau. Bereits 2010 hatte er einen Beitrag an den Teilabschnitt 1 der Lückenschliessung vom Forsthaus Wallisellen bis zur Gemeindegrenze Basserdorf freigegeben. Dieses erste Teilstück ist bereits realisiert.
Der Regierungsratsbeschluss wird im Verlaufe der nächsten Stunde unter www.rrb.zh.ch aufgeschaltet.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)
Weitere Informationen
Kontakt für Medien
Donnerstag, 17. November 2011, von 10 bis 12 Uhr:
Kurt Venzin, Leiter Abteilung Gewässerschutz, AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft der Baudirektion
Telefon 043 259 39 42
