Rückbaustoffe

Riesiges Ressourcenpotential im Bausektor

Abbruch eines Wohnhauses in der Stadt Zürich

Rückbaustoffe aus der Erneuerung von Bauwerken und Infrastrukturen Lightbox

Aus der Erneuerung des "Bauwerks Zürich" fallen in der Bauwirtschaft gegenwärtig rund 2.5 Millionen Tonnen Rückbaustoffe pro Jahr an.

Rund drei Viertel dieser Rückbaustoffe sind mineralische Baustoffe, nämlich etwa 1.2 Millionen Tonnen Beton, 0.8 Millionen Tonnen Kies und Sand, 0.5 Millionen Tonnen Mauerwerk, Glas, Keramik und Gips.

Schweizweit werden jedes Jahr rund 50 Millionen Tonnen Baustoffe benötigt. Fast ein Fünftel davon – 9.3 Millionen Tonnen – wird mit wiederverwertbaren Rückbaustoffen abgedeckt.

Bagger, der mineralische Bestandteile von Baumaterialien zerkleinert

Rückbaustoffe - mineralische Anteile aus Bauwerken und Infrastruktur Lightbox

„Kies für Generationen“ ist eine Organisation und eine Strategie, welche die Verwertung dieser mineralischen Baustoffe fördert.

Das Ziel von „Kies für Generationen“ ist es, diese riesigen Materialströme als Baustoffe wieder in die neuen oder umgebauten Bauwerke im Hoch- und Tiefbau zu bringen. Mit dieser Massnahme werden die natürlichen Kiesvorkommen geschont, riesige Deponievolumina eingespart und die Verbreitung von Fremd- und Schadstoffen in die Umwelt vermindert. Das AWEL hat mit "Kies für Generationen" eine Plattform geschaffen, die sich als Think-Tank und Wissensvermittler für alle Beteiligten anbietet. 

Kieslager mit Kompartimenten für verschiedene Korngrössen und Qualitäten

Rückbaustoffe - schonen die natürlichen Kiesvorkommen und entlasten begrenzte Deponievolumina Lightbox

"Kies für Generationen" will also heissen, Kies als Bau- und als Zuschlagsstoff immer wieder zu verwenden. In einem so "steinreichen" Land wie der Schweiz könnte man meinen, das sei eigentlich kein Thema. Wer Erfahrung einbringt und Weitsicht walten lässt weiss aber, dass bei einem Hunger nach mineralischen Baustoffen von derzeit ca. 4 bis 6 Tonnen pro Einwohner und Jahr in der Schweiz die mineralischen Ressourcen durchaus ein Thema sind.

Bei den Rückbaustoffen werden gebundene Produkte heute nach geltenden Normen hergestellt. Die losen Formen, welche in den Koffern des Strassenbaus eingesetzt werden, entsprechen der BAFU-Richtlinie für die Verwertung mineralischer Bauabfälle (2006). Die Akzeptanz der Verwendung im Hochbau muss aber noch deutlich erhöht werden. Ein zentrales Ziel ist daher, Rahmenbedingungen für die vollständige Integration der Rückbaustoffe in den Baustoffmarkt zu schaffen. Und sie als attraktive Alternativen zu Baustoffen aus primären Ressourcen zu etablieren.    

Rückbaustoffe gehören zu den wertvollsten Rohstoffen der Bauwirtschaft:

  • Sie sind für Mensch und Umwelt unbedenklich und ihr Einsatz schont die natürlichen Rohstofflager
  • Dank einem Recyclingpotenzial von rund 90 Prozent weisen sie einen sehr hohen wirtschaftlichen Nutzen auf