Untersuchen, Überwachen, Sanieren

Untersuchen, Überwachen und Sanieren von belasteten Standorten

Ist ein belasteter Standort als untersuchungsbedürftig beurteilt worden, muss eine Voruntersuchung gemäss Art. 7 der Altlasten-Verordnung durchgeführt werden. Die Resultate der Voruntersuchung erlauben, den Standort als überwachungsbedürftig, als sanierungsbedürftig oder als weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig beurteilen zu können.

Ein überwachungsbedürftiger Standort weist ein hohes Gefährdungspotenzial auf. Damit ein allfälliger künftiger Sanierungsbedarf so früh wie möglich erkannt werden kann, muss er überwacht werden.

Ein sanierungsbedürftiger Standort (eine "Altlast" im rechtlichen Sinn) verursacht bereits schädliche oder lästige Einwirkungen oder es besteht die konkrete Gefahr, dass solche Einwirkungen entstehen. Solche Standorte müssen gemäss Umweltschutzgesetz und Altlasten-Verordnung innerhalb einer angemessenen Frist saniert und bis zum Abschluss der Sanierung überwacht werden.

Bei untersuchungs-, überwachungs- oder sanierungsbedürftigen Standorten sind in der Regel die Standortinhaber (Grundstückeigentümer, Baurechtsnehmer, Mieter, Pächter usw.) verpflichtet, die erforderlichen altlastenrechtlichen Massnahmen durchzuführen. Diese so genannten Realleistungspflichtigen müssen die Kosten dafür vorfinanzieren. Das AWEL kann auch Dritte verpflichten, altlastenrechtliche Massnahmen durchzuführen, wenn Grund zur Annahme besteht, dass diese die Belastung des Standorts durch ihr Verhalten verursacht haben.

Das AWEL schliesst das altlastenrechtliche Verfahren mit der Verfügung zum Bericht zur Voruntersuchung, zur Überwachung oder zur Sanierung ab und führt den KbS nach.