Schiessanlagen

Bearbeitung der Kugelfänge im Kanton Zürich

Symbolbild Schiessanlage

Beim Schiessbetrieb gelangen durch die Geschosse Schadstoffe in die Umwelt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Blei und Antimon. Der Anteil an Antimon ist zwar viel geringer als derjenige an Blei (2 bis 5 % der Gesamtlegierung), Antimon ist aber giftiger und löslicher als Blei. Aus praktischen Gründen wird die Belastung des Bodens meist nur für Blei angegeben. Am stärksten ist der Kugelfang belastet. Durch zersplitterte und abgeprallte Geschosse kann aber auch der Boden in der näheren Umgebung des Kugelfangs belastet sein. Die durch die Schiesstätigkeit belasteten Bereiche sind gemäss Umweltschutzgesetz und Altlasten-Verordnung in den Kataster der belasteten Standorte (KbS) eingetragen.

Die mehr als 150-jährige Schiesstätigkeit hinterliess im Kanton Zürich in den 446 Kugelfängen auf fast 300 Schiessanlagen bis zu 3000 Tonnen reines Blei im Boden.

Weil das Vorgehen bei der Untersuchung, Überwachung und Sanierung von Kugelfängen einen Spezialfall darstellt und teilweise vom üblichen Vorgehen abweicht, wird es separat dargestellt.