Kataster der belasteten Standorte

Erstellung und Führung (KbS)

Bild Kataster der belasteten Standorte

In der Vergangenheit ging man verhältnismässig sorglos mit Abfällen um. Wo sie in Boden und Untergrund gelangt sind, belasten sie bis heute die Umwelt und sind eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung.

 

Das Umweltschutzgesetz verpflichtet die Kantone, einen Kataster der belasteten Standorte (KbS) zu erstellen und zu führen.

Die belasteten Standorte wurden in einem standardisierten Verfahren in den drei Teilprojekten "Ablagerungsstandorte", "Betriebsstandorte" und "Unfallstandorte" erfasst. Je nach Teilprojekt wurden klare, nachvollziehbare Kriterien zur Beurteilung angewandt. Die Erhebung des KbS ist abgeschlossen. Er hat sich als bewährtes Instrument bei Hand- und Nutzungsänderungen und als Informationsbasis bei Bauvorhaben etabliert.

Der KbS ist öffentlich zugänglich. Gemäss Altlasten-Verordnung gibt er Auskunft darüber,

  • ob ein Standort belastet ist, aber keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen auf die Umwelt aufweist,      
  • ob von einem belasteten Standort schädliche Einwirkungen zu erwarten sind und er deshalb untersucht werden muss oder
  • ob ein belasteter Standort wegen den zu erwartenden oder bereits eingetretenen schädlichen Einwirkungen überwacht oder saniert werden muss. Sanierungsbedürftige belastete Standorte sind Altlasten im rechtlichen Sinn.

Der KbS ist Teil des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB).

Der KbS wird laufend nachgeführt. Wird ein belasteter Standort bei einem Bauvorhaben ganz oder teilweise  dekontaminiert, werden diese Änderungen berücksichtigt.

Erweist sich ein Eintrag im KbS als ungerechtfertigt, werden die dafür notwendigen Untersuchungskosten rückerstattet.