Siedlungsabfall

Ausschreibung (Submission)

Wann ist eine Ausschreibung (Submission) nötig?

Sobald das Gemeinwesen oder ein Unternehmen der öffentlichen Hand Güter (Lieferungen), Dienstleistungen oder Bauarbeiten bei privaten Unternehmen einkauft um seine Aufgaben zu erfüllen, tritt es im freien Markt als «Nachfrager» auf und muss Aufträge, die einen definierten Schwellenwert übersteigen öffentlich ausschreiben (Submission).

Das Submissionsrecht sieht dabei vor, dass je nach Schwellenwert verschiedene Ausschreibungsverfahren zur Anwendung kommen.

Die Art des Ausschreibungsverfahrens wird also über die Abstufungen der Schwellenwerte bei Beschaffungen und nach den Kategorien «Lieferungen» (Güter), «Dienstleistungen» und «Bauleistungen» definiert. Diese Schwellenwerte werden periodisch angepasst. Die Submissionsverfahren müssen strengen gesetzlichen Vorgaben genügen.

Achtung: Bei Dienstleistungsverträgen (z.B. «Sammellogistik für Kehricht») mit bestimmter Dauer über mehrere Jahre, ist der Auftragswert der gesamten Vertragsdauer massgebend hinsichtlich Schwellenwert. 

Das AWEL-Faktenblatt «Empfehlungen zur Submission» zeigt eine Übersicht und die wichtigsten Grundlagen zur öffentlichen Beschaffung von Dienstleistungen in der Kehrichtlogistik:  

Wo müssen öffentliche Ausschreibungen publiziert werden?

Ausschreibungen müssen im kantonalen Amtsblatt und auf SIMAP (Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz) publiziert werden.

Im KOMPASS NACHHALTIGKEIT finden Sie als öffentliche Einkäufer/-in (Gemeinde, Kanton oder Bund) weitere Unterstützung, v.a. wenn es um die Berücksichtigung von sozial und ökologisch nachhaltigen Kriterien in der Auftragsvergabe geht. Mit der Standardsuche lassen sich passende Standards und Labels für unterschiedliche Branchen finden und miteinander vergleichen.

Hintergrundtexte erläutern rechtliche Rahmenbedingungen, Verfahrensarten und thematische Schwerpunkte für eine nachhaltige Beschaffung.

Sinn und Zweck einer Submission

Mit einer Submission kann das optimale Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ausfindig gemacht werden. Gleichzeitig werden durch eine Submission alle Anbietenden gleich behandelt und Aufträge transparent vergeben.

Die Gemeinden haben einen grossen Ermessensspielraum beim Festlegen und Gewichten der Vergabekriterien. So können neben dem Preis z.B. auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Dabei ist es wichtig, dass keine Anbietenden speziell bevorzugt bzw. benachteiligt werden.

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