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Littering
Was Littering kostet
Mit seiner Kostenstudie «Littering kostet – Fraktionsspezifische Reinigungskosten durch Littering in der Schweiz» (BAFU, 2011) beabsichtigte das BAFU eine verlässliche und von den Akteuren akzeptierte Basis für Verhandlungen in Richtung einer verursacherorientierten und lenkungswirksamen Finanzierung der anfallenden littering-bedingten Reinigungskosten in Schweizer Gemeinden zu schaffen.
- Littering kostet: Fraktionsspezifische Reinigungskosten durch Littering in der Schweiz (BAFU, 2011) (PDF, 1019 kB)
- Littering-Kosten in der Schweiz: Vorstudie zur Methodikentwicklung (Ernst Basler + Partner AG & seecon GmbH, 2010) (PDF, 575 kB)
- Littering - ZUP-Artikel Nr. 67: Littering kostet - mehr als nur Nerven (AWEL, 2011) (PDF, 89 kB)
Wichtige Resultate und Erkenntnisse
Die Studie zeigt, dass der durch Littering in den Gemeinden und im öffentlichen Verkehr verursachte Reinigungsaufwand im Jahr 2010 rund CHF 192 Mio. Franken beträgt. Hiervon entfallen CHF 144 Mio. Franken auf die Gemeinden (75 %) und knapp CHF 48 Mio. Franken auf den öffentlichen Verkehr (25 %).
Durch die Wahl der Erhebungsmethodik kann für Gemeinden und Städte eine Genauigkeit von -46%/+56% angegeben werden. Die effektiven Littering-Kosten in der Gesamtheit der Schweizer Gemeinden liegen somit zwischen 77 Mio. und 225 Mio. Franken.
In den Gemeinden werden mehr als 35% der Littering-Kosten (CHF 51 Mio. Franken) durch Getränke- und 19% (CHF 27 Mio. Franken) durch Esswarenverpackungen (Take-Away-Verpackungen) verursacht. Einen weiteren grossen Kostenanteil trägt die Littering-Fraktion der Zigaretten mit 36% (CHF 53 Mio. Franken). Der hohe Kostenanteil der Zigaretten ist damit zu begründen, dass Zigarettenstummel einerseits anzahlmässig die grösste Litter-Menge ausmachen, andererseits Kleinteile wie Kippen auf natürlichen Flächen (z.B. Rasen, Kies, Hecken) einen überproportional hohen Reinigungsaufwand verursachen.
Flächenspezifische Kennzahlen für Gemeinden
Die BAFU-Studie bietet in ihren Resultaten flächenspezifische Kennzahlen für Gemeinden und unterschiedliche Littering-Flächen (siehe Tabelle unten): Diese beziffern mittlere littering-bedingte Reinigungskosten in Franken pro Quadratmeter und Jahr, je nach Gemeindetyp, Littering-Belastung und Bodenbeschaffenheit.
Mit Hilfe dieser einfachen Matrix können Gemeinden und Städte ihre spezifischen Litteringkosten für unterschiedliche Räume innerhalb der Gemeindegrenzen grob abschätzen und hochrechnen. Solche Informationen bilden eine gute Basis für Verhandlungen auf politischer Ebene und mit den indirekten Verursachern.
Kosten decken
Gemeinden verfolgen heute unterschiedliche Ansätze und Wege, um die durch Littering verursachten Mehrkosten zu decken (Gemeindesteuern, Abfallgebühren).
In Zukunft müssen verursachergerechte Finanzierungswege definiert und angestrebt werden, welche dem Littering möglichst nahe und lenkungswirksam an der Quelle entgegenwirken und die Verursachenden adäquat in die Deckung der Kosten einbinden.
