Abfall

Abfälle sind bewegliche Sachen, deren sich der Besitzer entledigt oder deren Beseitigung im öffentlichen Interesse geboten ist.

  • Siedlungsabfälle sind brennbare und separat gesammelte Abfälle aus Haushalten sowie Abfälle aus Unternehmen mit weniger als 250 Vollzeitstellen, deren Zusammensetzung betreffend Inhaltsstoffen und Mengenverhätnissen mit Abfällen aus Haushalten vergleichbar sind.
    (Unternehmen: rechtliche Einheit mit einer eigenen Unternehmens-Identifikationsnummer oder solche in einem Konzern zusammengeschlossene Einheiten mit einem gemeinsam organisierten Abfallentsorgungssystem.)
  • Betriebsabfälle sind Abfälle aus Betrieben, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung nicht den Siedlungsabfällen entsprechen (z.B. Produktionsabfälle).
  • Bauabfälle sind Abfälle, die bei Neubau-, Umbau- und Rückbauarbeiten von ortsfesten Anlagen anfallen. Sie werden verbrannt, stofflich rezykliert oder deponiert. Bauabfälle und Rückbaustoffe stellen aktuell den grössten Massenstrom an Abfällen im Kanton Zürich dar. Er wird auf über 3 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt.
    Rückbaustoffe fallen bei Bau- oder Rückbauarbeiten an. Sie können entsprechend ihren Eigenschaften und Zusammensetzungen (z.B. mineralische Rückbaustoffe oder Metalle) verwertet werden.
  • Sonderabfälle sind Abfälle, die aufgrund ihrer chemischen oder physikalischen Eigenschaften eine Gefahr für die Umwelt darstellen und deshalb in der Entsorgung oder Recyklierung besonders zu behandeln sind. Sie sind im Abfallverzeichnis, das nach Artikel 2 der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) erlassen wurde, als Sonderabfälle bezeichnet.

Abfälle sind Rohstoffe und Energie

Güter, Infrastrukturbestandteile und Produkte werden nach ihrem kurz- oder längerfristigen Gebrauch der Abfallwirtschaft überlassen. Die zielgerichtete Lenkung der Materialien bzw. Stoffströme sowie bewährte und neue Technologien führen die anfallenden Abfälle der stofflichen und/oder energetischen Verwertung zu.

Einerseits werden brennbare Abfälle in modernen Anlagen zur Abfallverwertung fast ohne Umweltbelastungen verbrannt und die dabei entstehende Energie als Wärme oder Strom genutzt. Andererseits werden viele Abfälle und sogenannte Rückbaustoffe aus den Bautätigkeiten separat gesammelt. Durch stoffliches Recycling werden daraus wertvolle
Roh- bzw. Wertstoffe zurückgewonnen und in neuwertigen Produkten wieder verarbeitet und verwendet. Die Bewirtschaftung von Abfall hat sich zu einer Ressourcenwirtschaft gewandelt. Die Schweiz und auch der Kanton Zürich verfügen im Abfallbereich über hohe Entsorgungsstandards und eine leistungsfähige Infrastruktur, sowie klare gesetzliche Bestimmungen.

Die Abfallanlagen werden gemäss dem aktuellen Stand der Technik erstellt und überprüft. Nicht weiter verwertbare Abfälle werden unter sorgfältigen Bedingungen deponiert und überwacht.

Altlasten

Abfälle, die bei Sanierungen von Altlasten enfallen können dank moderner Aufbereitung und Behandlung zu einem wesentlichen Anteil wieder der Nutzung zugeführt werden. Bei baulichen Aktivitäten auf belasteten Standorten helfen der kantonale Altlastenkataster und die kantonalen Verwertungsregeln um rasche und ökologisch optimierte Lösungen zu realisieren.